Anbieter im Check

Alle Kartenzahlungs-Anbieter aus unserem Kostenrechner im Fakten-Check: verifizierte Konditionen, nachgerechnete Beispiele und die ehrlichen Grenzen jedes Modells. Die Tabelle zeigt je Anbieter den günstigsten geprüften Tarif pro Spalte, die Detail-Checks verlinken direkt darunter.

Konditionen im Überblick

Anbieter Modell girocard ab Kreditkarte ab Grundgebühr/Monat Gerät einmalig Bindung
Future Payments Acquirer-Vertrag mit Grundgebühr 0,24 % 0,89 % ab 12,50 € 0 € 24 Mon. Zum Anbieter Mehr Infos
speedy pay Kartenzahlung aus dem Kassensystem 0,25 %zzgl. bis 0,08 €/Transaktion 1,19 % 0 € bis 19,95 € ab 24,95 € keine Zum Anbieter Mehr Infos
PAYONE Classic-Tarife und All Card Flat 0,26 %zzgl. bis 0,08 €/Transaktion 1,49 % 0 € bis 18,90 €Flat-Staffeln ab 29,90 € 0 € keine bis 60 Mon. Zum Anbieter Mehr Infos
flour 0,44 %zzgl. bis 0,04 €/Transaktion 0,96 % ab 9,00 € 0 € 24 Mon.
ZahlungsWERK Miet-Terminal, 48 Monate Laufzeit (SoftPOS monatlich kündbar) 0,69 % 0,69 % ab 12,50 € 0 € 48 Mon. Zum Anbieter Mehr Infos
myPOS 0,79 % 0,79 % 0 € bis 39,00 € 0 € keine
SumUp Kauf-Terminal ohne Grundgebühr, Abo Zahlungen Plus optional 0,79 % 1,39 % 0 € bis 19,00 € ab 34,00 € keine bis 12 Mon. Zum Anbieter Mehr Infos
Revolut 0,8 %zzgl. bis 0,10 €/Transaktion 0,8 % ab 10,00 € 0 € keine
Mollie 0,85 %zzgl. bis 0,10 €/Transaktion 0,85 % 0 € bis 20,00 € ab 95,00 € keine bis 12 Mon.
ready2order Kartenzahlung aus dem Kassensystem 1,23 % 1,23 % 0 € ab 279,00 € keine Zum Anbieter Mehr Infos
flatpay Terminal ohne Miete, ein Satz für alle Karten, 36 Monate Vertrag 1,39 % 1,39 % 0 € 0 € 36 Mon. Zum Anbieter Mehr Infos
Zettle Kauf-Terminal ohne Grundgebühr 1,39 % 1,39 % 0 € 0 € keine Zum Anbieter Mehr Infos
Stripe PSP-Terminal für integrierte Kassen 1,4 %zzgl. bis 0,10 €/Transaktion 1,4 % 0 € ab 59,00 € keine Zum Anbieter Mehr Infos
Nexi SoftPOS-Kauflizenz fürs eigene Android-Handy 1,69 % 1,69 % 0 € ab 19,95 € keine Zum Anbieter Mehr Infos

Jeweils günstigster verifizierter Tarif des Anbieters pro Spalte, Stand der Konditionsprüfung siehe Methodik. Die Spalten stammen teils aus unterschiedlichen Tarifen desselben Anbieters; die tatsächlichen Monatskosten für Dein Umsatzprofil liefert der Kostenrechner. Von Nexi SmartPay steht im Rechner nur die SoftPOS-Kauflizenz für das eigene Android-Handy. Die übrigen SmartPay-Tarife bleiben außen vor: Bei den Miet-Terminals ist der beworbene Satz von 0,99 % ein Aktionspreis, der am 31.08.2026 endet, und einen Nachfolgesatz veröffentlicht Nexi nicht. Bei der Kaufvariante ist die Vertragslaufzeit nicht belegbar. Mollie und Revolut stehen seit dem 28.08.2026 im Rechner. Bei Revolut ist zu beachten, dass es in Deutschland keine Terminal-Hardware mehr gibt: Gerechnet wird Tap to Pay auf dem eigenen iPhone, und das dafür nötige Business-Konto ab 10 € im Monat steht als Grundgebühr im Preis.

Wie Du die Tabelle liest

Jede Zeile zeigt den jeweils günstigsten verifizierten Wert des Anbieters pro Spalte. Das ist eine bewusste Vereinfachung: Die 0,79 % girocard bei SumUp stammen zum Beispiel aus dem Abo Zahlungen Plus (früher SumUp One) mit Monatsgebühr, während die 0 € Grundgebühr aus dem Standard-Tarif kommen. Beide Werte in einer Zeile heißt also nicht, dass es beide im selben Tarif gibt. Die Tabelle beantwortet die Frage, was bei einem Anbieter überhaupt drin ist. Welcher konkrete Tarif für Deinen Betrieb am Ende die niedrigsten Monatskosten liefert, rechnet der Kostenrechner aus, mit genau denselben geprüften Daten.

Die Sortierung folgt dem girocard-Satz, weil girocard in Deutschland die mit Abstand häufigste Kartenzahlung ist. Wer viel Laufkundschaft mit girocard bedient, spürt diese Spalte am stärksten auf der Abrechnung. Bei internationalem Publikum, Tourismus oder Online-affiner Kundschaft verschiebt sich das Gewicht dagegen zur Kreditkarten-Spalte.

Was hinter den Spalten steckt

Hinter girocard ab und Kreditkarte ab steckt das Disagio, also der prozentuale Anteil, den der Anbieter von jedem Kartenumsatz einbehält. Alle Sätze in der Tabelle sind Endpreise, die Kartennetzwerk-Kosten (Interchange und Scheme Fees) stecken also bereits drin. Steht unter dem Prozentwert eine Transaktionsgebühr, kommt sie pro Zahlung obendrauf. Solche Cent-Beträge wirken harmlos, summieren sich aber bei kleinen Bons: 8 Cent auf einen 15-€-Einkauf entsprechen weiteren 0,53 % Kosten. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber zu den Gebühren bei Kartenzahlung.

Bei Grundgebühr und Gerät einmalig geht es um die Fixkosten-Seite, und genau hier trennen sich die Geschäftsmodelle. Kauf-Anbieter wie SumUp, Zettle und ready2order verkaufen Dir das Gerät einmalig und verzichten auf eine Pflicht-Grundgebühr, dafür liegen die Disagios höher. Miet- und Vertragsmodelle wie ZahlungsWERK, PAYONE und Future Payments drehen das um: laufende Fixkosten, dafür deutlich niedrigere Prozentsätze. Als grobe Orientierung aus unseren Rechenbeispielen: Unter etwa 2.000 € Kartenumsatz im Monat fahren die meisten Betriebe mit Kauf-Geräten günstiger, darüber lohnt sich das Rechnen mit den Fixkosten-Modellen. Die ausführliche Rechnung steht im Ratgeber EC-Terminal mieten oder kaufen.

Leicht untergeht bei einem reinen Preisvergleich oft die Spalte Bindung. Dabei kann ein Vertrag über 60 Monate auf dem Papier günstiger sein und trotzdem die teurere Entscheidung, wenn sich Dein Geschäft verändert, Du den Standort wechselst oder der Anbieter nicht hält, was der Vertrieb versprochen hat. Modelle ohne Bindung (SumUp, Zettle, ready2order, speedy pay) lassen sich risikofrei testen. Bei PAYONE hängt die Bindung am Tarif: Tap on Mobile ohne Laufzeit, All Time Flex 24 Monate, All Card Flat 36 oder 60 Monate, und für Classic nennt PAYONE öffentlich nur „variable Vertragslaufzeiten“. ZahlungsWERK bindet Dich laut AGB 48 Monate, Future Payments 60, sofern im Vertrag keine eigene Laufzeit steht.

Drei Anbieter-Typen in einer Tabelle

Hinter der Spalte Modell verbergen sich unterschiedliche Ansätze, die Du kennen solltest, bevor Du vergleichst. Kauf-Terminals (SumUp, Zettle) sind eigenständige Geräte für den schnellen Start. Bei den Kassensystem-Anbietern (ready2order, speedy pay) läuft die Kartenzahlung direkt über die Kasse: Der Betrag wandert automatisch vom Bon ins Terminal, was Tippfehler ausschließt, aber nur Sinn ergibt, wenn Du auch das jeweilige Kassensystem nutzt. Die Acquirer- und Miet-Modelle (PAYONE, ZahlungsWERK, Future Payments, Nexi) bilden die klassische Payment-Schiene mit Vertrag, ausgelegt auf Dauer und Umsatz. Welcher Typ zu Deinem Betrieb passt, sortiert der Überblick Kartenzahlung-Anbieter im Vergleich.

Alle Zahlen stammen aus unserer eigenen Konditionsprüfung, Basisstand 03.07.2026, SumUp und PAYONE zuletzt geprüft am 17.09.2026 und PayPal Zettle am 18.09.2026, jede Zeile verlinkt auf den ausführlichen Anbieter-Check mit nachgerechneten Beispielen. Wie wir prüfen, dokumentieren wir unter So vergleichen wir.

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