2.07.2026 · Von Tobias Rehermann

Kartenzahlung-Anbieter im Vergleich: Welcher Typ passt zu dir

Kurz zusammengefasst:

  • Hinter den Dutzenden Anbieternamen stecken im Kern drei Geschäftsmodelle: Flat-Anbieter ohne Grundgebühr (SumUp, Zettle, speedy pay, ready2order), Miet-Modelle mit 48 Monaten Laufzeit (ZahlungsWERK, Nexi) und klassische Acquirer-Verträge mit 24 bis 60 Monaten Laufzeit (PAYONE, Future Payments).
  • Wähle erst den Typ, dann den Anbieter.
  • Ab grob 2.000 € Kartenumsatz pro Monat lohnen sich Modelle mit Grundgebühr oder Vertrag.
  • Bei 8.000 € Kartenumsatz im Monat zahlst Du beim Flat-Anbieter ohne Grundgebühr rund 65 € im Monat mehr als beim günstigsten Vertragsmodell (Future Payments), rund 45 € mehr als beim Miet-Modell und rund 36 € mehr als mit der PAYONE-Flatrate.

Ob SumUp, PAYONE oder ZahlungsWERK: Die Terminals ähneln sich, oft steckt sogar dieselbe Hardware dahinter. Der eigentliche Unterschied zwischen den Kartenzahlung-Anbietern liegt im Geschäftsmodell. Verkauft dir jemand ein Gerät und verdient an jeder Transaktion mit? Vermietet er dir das Terminal gegen Monatsgebühr? Oder bindet er dich über Jahre an einen Vertrag mit niedrigem Disagio? Wer den Anbieter-Typ versteht, trifft die Auswahl fast von selbst. Dieser Vergleich zeigt, wer hinter den Angeboten steckt und für wen welches Modell gebaut ist.

Kostenrechner

Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?

8.000 €
35 €
70 % girocard

Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.

Gerätetyp
Vertragsbindung
Feineinstellungen
Ich rechne über 24 Monate

Legt fest, über wie viele Monate Geräte- und Anschlussgebühren umgelegt werden.

Angenommene Kundenstruktur

Eine Annahme, keine Messung deines tatsächlichen Kartenmix: Sie verteilt nur den Nicht-girocard-Anteil auf Kreditkarte, Firmenkarte und Karten von außerhalb des EWR. Details auf der Methodik-Seite.

    Steht „ab" vor dem Preis, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Kartenzahlung oder pro Monat, dazu kommen der Aufschlag für Firmenkarten und der Aufschlag für Karten von außerhalb des EWR. Diese Angaben veröffentlicht längst nicht jeder Anbieter. Wir schätzen sie nicht, sondern fragen bei den Anbietern nach; wie wir damit umgehen, steht unter So vergleichen wir.

    Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren + feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr anteilig auf den gewählten Betrachtungszeitraum umgelegt (Vorgabe 24 Monate, einstellbar unter Feineinstellungen). Bleibt dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs, rechnen wir die Gebühr dafür anteilig mit. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.

    Die drei Anbieter-Typen im deutschen Markt

    Wer Kartenzahlung-Anbieter in Deutschland vergleicht, stößt auf Dutzende Namen, aber letztlich nur auf drei Geschäftsmodelle. Welches Modell ein Anbieter fährt, verrät oft mehr über die Eignung für deinen Betrieb als jedes Datenblatt. Die Typologie ist der eigentliche Schlüssel zum Anbieter-Vergleich: Erst den Typ wählen, dann den Anbieter.

    Typ 1: Flat-Anbieter ohne Grundgebühr. Du kaufst das Gerät einmalig und zahlst danach einen festen Prozentsatz pro Transaktion, keine Monatsgebühr, keine Vertragslaufzeit. Der Anbieter verdient hier ausschließlich am Umsatz, du trägst im Gegenzug kein Fixkostenrisiko. Für Gründer und Saisonbetriebe eignet sich das gut, überhaupt für alle, die erst herausfinden wollen, wie viel Kartenumsatz am Ende zusammenkommt.

    Typ 2: Miet-Modelle. Das Terminal steckt in einer Monatsgebühr, dafür sinkt das Disagio deutlich unter das Flat-Niveau. Du tauschst also planbare Fixkosten gegen niedrigere variable Kosten. Interessant wird das, sobald regelmäßig Kartenumsatz fließt. Eine Abkürzung an der Vertragslaufzeit vorbei ist das Miet-Modell aber nicht: ZahlungsWERK nennt in den AGB 48 Monate, der Nexi-Aktionstarif ebenfalls.

    Typ 3: Klassische Acquirer-Verträge. Das traditionelle Modell der Payment-Branche: Du unterschreibst eine Laufzeit und bekommst im Gegenzug die niedrigsten Transaktionskosten, vor allem bei girocard. Der Anbieter kalkuliert dabei über Jahre und gibt den Skalenvorteil weiter, was vor allem für etablierte Betriebe mit stabilem, hohem Kartenumsatz funktioniert.

    Die Grenzen verschwimmen zunehmend, und das ist kein Zufall. Flat-Anbieter bauen Abo-Optionen ein, Miet-Anbieter werben mit monatlicher Kündbarkeit, die in den AGB dann nicht immer steht, klassische Acquirer legen Flatrate-Tarife nach. Jeder Typ versucht damit, die Schwäche seines Modells mit einem Element der Konkurrenz auszugleichen. Für dich heißt das: Schau nicht nur auf den Namen des Anbieters, sondern darauf, welches Modell hinter dem konkreten Tarif steckt, den du am Ende abschließen würdest.

    Typ Anbieter Kostenlogik Bindung
    Flat ohne Grundgebühr SumUp, PayPal Zettle, speedy pay, ready2order Gerät kaufen, fester Prozentsatz pro Zahlung keine
    Miet-Modell ZahlungsWERK, Nexi SmartPay Monatsgebühr inkl. Gerät, niedrigeres Disagio 48 Monate (ZahlungsWERK laut AGB, Nexi-Aktionstarif)
    Klassischer Vertrag PAYONE, Future Payments Laufzeit gegen niedrigste Transaktionskosten 24 bis 60 Monate (Classic laut PAYONE variabel)

    Flat-Anbieter ohne Grundgebühr: Kaufen und loslegen

    Vier Anbieter prägen dieses Segment im deutschsprachigen Raum, und sie könnten unterschiedlicher kaum aufgestellt sein: zwei internationale Payment-Spezialisten und zwei Kassensystem-Hersteller, die Kartenzahlung als Modul mitliefern. Die Herkunft macht im Alltag durchaus einen Unterschied. Payment-Spezialisten optimieren auf schnelles Onboarding und einfache Abrechnung, während Kassenhersteller vom Kassiervorgang her denken und die Zahlung tiefer in den Betriebsablauf einbauen. Gemeinsam ist allen vier: kein Vertrag, keine Grundgebühr, dafür ein spürbar höherer Prozentsatz pro Transaktion. Welche Geräte im Detail was können, liest du im EC-Kartenlesegerät-Vergleich, hier geht es um die Anbieter dahinter.

    SumUp: Der Standard für den einfachen Einstieg

    SumUp hat das Modell „Lesegerät kaufen, sofort kassieren“ im Markt etabliert. Das Solo Lite kostet 34 € netto, danach zahlst du 1,39 % auf alle Kartenarten: ein Satz, eine Rechnung, fertig. Spannend wird es beim optionalen Abo Zahlungen Plus (früher SumUp One) für 19 €/Monat, denn damit sinkt der Satz für inländische EC- und Kreditkarten auf 0,79 %, für Premium-Karten, American Express und internationale Karten bleiben 1,39 %, und SumUp bildet intern schon ein kleines Miet-Modell nach. Wer unkompliziert starten will und den eigenen Kartenumsatz noch schwer einschätzen kann, ist hier ganz gut aufgehoben. Zum Anbieter SumUp

    PayPal Zettle: Der Konzern-Arm mit dem günstigsten Gerätepreis

    Zettle gehört zu PayPal und ist damit der Flat-Anbieter mit dem größten Konzern im Rücken. Der PayPal Reader kostet 29 € netto für das erste Gerät je neuem Geschäftskunden, jedes weitere 79 € netto, und eine Bindung gibt es nicht. Damit bleibt er das günstigste Gerät im Vergleich. Seit Juli 2025 rechnet Zettle mit einem einheitlichen Satz von 1,39 % auf alle Kartenarten, das frühere gespaltene Preismodell mit Debit-Vorteil ist damit Geschichte. Beim Prozentsatz liegt Zettle also gleichauf mit SumUp Standard, den Unterschied machen der niedrige Einstiegspreis und das PayPal-Ökosystem. Wenn du ohnehin im PayPal-Umfeld unterwegs bist und mit möglichst kleiner Anfangsinvestition starten willst, macht Zettle Sinn. Zum Anbieter PayPal Zettle

    speedy pay: Das Payment-Modul eines deutschen Kassenherstellers

    speedy ist ein deutsches Kassensystem aus Mannheim, speedy pay dessen Payment-Modul. Im Tarif start bekommst du das A920-Terminal ab 79,95 € und zahlst 1,39 % pro Transaktion, also denselben Satz wie bei SumUp. Im Vertragstarif classic sinken die Sätze deutlich: 0,25 % für girocard, 0,89 % für Debitkarten und 1,19 % für Kreditkarten, dazu 0,079 € pro Transaktion. Kartenzahlung ist hier kein Einzelprodukt, sondern quasi der verlängerte Arm der Kasse. Brauchst du ohnehin ein Kassensystem und willst Zahlung plus Kasse aus einer Hand, etwa in Gastronomie oder Handel, lohnt sich der Blick auf speedy pay. Zum Anbieter speedy pay

    ready2order: Kasse und Terminal in einem Gerät

    ready2order ist ein österreichisches Kassensystem-Unternehmen und geht mit dem readyMini einen eigenen Weg: Das Gerät für 279 € ist Kasse und Kartenterminal in einem, bei 1,23 % pro Transaktion. Genau diese Verschmelzung macht den Unterschied, du brauchst keine zwei Geräte auf dem Tresen. Führst du einen kleinen Betrieb und willst Bons, Kassenführung und Kartenzahlung mit einem einzigen Gerät abwickeln, passt das gut. Zum Anbieter ready2order

    Miet-Modelle: Terminal im Abo, Disagio im Keller

    Miet-Anbieter drehen die Logik der Flat-Anbieter um: Statt am Prozentsatz zu verdienen, holen sie sich einen Teil der Marge über die Monatsgebühr und können die Transaktionskosten entsprechend senken. Dazu kommt ein praktischer Nebeneffekt, den viele erst im Nachhinein zu schätzen wissen: Das Terminal gehört nicht dir, bei Defekt oder technischen Änderungen ist der Anbieter in der Pflicht, du musst kein neues Gerät kaufen. Das Miet-Modell lohnt sich rechnerisch umso mehr, je höher dein Kartenumsatz liegt. Zwei Anbieter zeigen, wie unterschiedlich sich dieselbe Grundidee umsetzen lässt.

    ZahlungsWERK: 0,69 % flat, dafür 48 Monate Vertrag

    ZahlungsWERK vermietet Verifone-Terminals ab 12,50 €/Monat inklusive Gerät und berechnet pauschal 0,69 % auf alle Kartenzahlungen, nach eigener Angabe inklusive Interchange- und Scheme-Gebühren, also ohne versteckte Weiterberechnung dieser Posten. Ein Punkt gehört dazu, weil die Website ihn anders darstellt: Die AGB von ZahlungsWERK nennen in Ziffer 9.2.1 eine Laufzeit von 48 Monaten. Der flache Satz ist also nicht mit Flexibilität kombiniert, sondern mit einem Vierjahresvertrag. Trägt dein Umsatz die Grundgebühr und läuft dein Geschäft planbar, bleibt das eine der günstigsten Optionen im Feld. Schwankt dein Umsatz saisonal, wiegt die Laufzeit schwer. Zum Anbieter ZahlungsWERK

    Nexi SmartPay: Der europäische Konzern hinter Concardis

    Nexi ist ein europäischer Payment-Konzern, unter anderem hervorgegangen aus Concardis, einem lange etablierten Namen im deutschen Acquiring. Beim Preismodell hat Nexi zuletzt kräftig umgebaut: Die früheren SmartPay-Sätze gelten so nicht mehr, aktuell wirbt der Anbieter mit einem Aktionssatz von 1,19 % auf Kartenzahlungen für 15 €/Monat inklusive Gerät, bei Abschluss bis zum 30.09.2026 und 48 Monaten Laufzeit. Laut Preisverzeichnis fällt zudem ein Mindestentgelt von 0,40 € pro Transaktion an, was bei kleinen Bons spürbar wird. Du bekommst Konzern-Infrastruktur im Mietpaket, allerdings mit langer Bindung. Willst du planbare Kosten und einen großen Anbieter im Rücken und scheust die vier Jahre nicht, ist SmartPay eine solide Wahl. Zum Anbieter Nexi

    Klassische Verträge: Laufzeit gegen Tiefstkonditionen

    Das dritte Modell ist das älteste: der Acquirer-Vertrag mit fester Laufzeit. Hier bekommst du girocard-Sätze, an die kein Flat-Anbieter herankommt, bezahlst dafür aber mit Bindung von zwei bis fünf Jahren, beim PAYONE-Classic-Tarif mit einer Laufzeit, die PAYONE öffentlich nur als variabel angibt. Diese Anbieter kommen aus dem klassischen Bankengeschäft mit dem Handel und kalkulieren entsprechend, sie wollen dich als langfristigen Kunden, nicht als spontanen Gerätekäufer. Wer seinen Umsatz kennt und stabil fährt, sichert sich bei diesem Typ die niedrigsten variablen Kosten im Markt.

    PAYONE: Der Große mit Sparkassen-Bezug

    PAYONE ist ein großer deutscher Payment-Anbieter, als Joint Venture mit Sparkassen-Bezug tief im deutschen Handel verwurzelt. Der Classic-Tarif rechnet mit 0,26 % auf girocard, 1,49 % auf Kreditkarten und 0,08 € pro Transaktion, dazu Terminalmiete ab 12,90 €/Monat; zur Laufzeit nennt PAYONE öffentlich nur „variable Vertragslaufzeiten“. Daneben gibt es die All Card Flat, eine Flatrate nach Umsatzstaffel ab 29,90 €/Monat bei 60 Monaten Laufzeit, sowie Tap on Mobile fürs Kassieren direkt mit dem Smartphone. Führst du einen etablierten Betrieb mit hohem girocard-Anteil, gehört PAYONE auf die Liste, rechne aber Mindest-Disagio (0,15 € je Zahlung) und Standortpauschale (2,95 €/Monat) mit ein. Zum Anbieter PAYONE

    Future Payments: Niedrigster girocard-Satz, längste Bindung

    Future Payments ist ein deutscher Terminal-Spezialist mit den niedrigsten Prozent-Sätzen im Vergleich: 0,24 % auf girocard und 0,89 % auf Kreditkarten, dazu ein Mindestentgelt von 0,04 € pro Transaktion, ab 12,50 €/Monat. Die Laufzeit ist der Preis dafür: Öffentlich nennt der Anbieter 24 Monate, die AGB in Paragraf 8.1 dagegen 60, falls im Vertrag keine eigene Laufzeit steht. Dazu kommen eine Vertragsstrafe von bis zu 650 € und ein Jahresmindestumsatz von 25.000 € auf girocard-Basis, den Ziffer 8.5 für Aktions-Tarife ausdrücklich aufhebt. Die endgültigen Konditionen legt der Anbieter im Individualangebot fest, die genannten Sätze sind also der Ausgangspunkt der Verhandlung. Beim girocard-Satz liegt Future Payments fast auf PAYONE-Niveau, beim Kreditkarten-Satz sogar darunter. Die Bindung ist dafür die längste in diesem Segment. Rechnet sich der niedrige Satz über fünf Jahre und ist dein Standort sicher, ist das eine starke Option. Bist du dir da nicht sicher, ist es die falsche. Zum Anbieter Future Payments

    Was der Modell-Unterschied konkret ausmacht

    Ein verifiziertes Rechenbeispiel zeigt die Spannweite ziemlich deutlich: Bei 8.000 € Kartenumsatz im Monat, 70 % girocard-Anteil und 35 € Durchschnittsbon kostet Future Payments mit dem Desk 5000 47,71 €/Monat (Einrichtung auf 24 Monate umgelegt), ZahlungsWERK 67,70 €, die PAYONE All Card Flat 76,90 € und SumUp im Standard-Tarif rund 113 €. Der Flat-Anbieter ohne Grundgebühr ist hier also rund 45 € im Monat teurer als das Miet-Modell und rund 65 € teurer als der günstigste Acquirer-Vertrag, aufs Jahr rund 780 €. Als Faustregel gilt: Ab grob 2.000 € Kartenumsatz pro Monat lohnen sich Modelle mit Grundgebühr oder Vertrag. Darunter fährst du mit einem Flat-Anbieter meist entspannter.

    So wählst du deinen Anbieter: Die 4-Schritte-Checkliste

    Der Anbieter-Vergleich wird einfach, wenn du ihn in der richtigen Reihenfolge angehst. Erst deine Zahlen klären, dann den Typ festlegen, zuletzt den Anbieter innerhalb des Typs vergleichen.

    Häufige Fragen zu Kartenzahlungs-Anbietern

    Welcher Kartenzahlungs-Anbieter eignet sich für kleine Unternehmen?

    Das hängt fast ausschließlich am Kartenumsatz. Unter grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat sind Flat-Anbieter ohne Grundgebühr wie SumUp oder PayPal Zettle die naheliegende Wahl, weil in schwachen Monaten schlicht keine Fixkosten anfallen. Darüber lohnt sich der Blick auf Miet-Modelle wie ZahlungsWERK oder Vertragsangebote wie Future Payments, denn deren niedrigeres Disagio holt die Grundgebühr meist schnell wieder herein. Brauchst du ohnehin ein Kassensystem, sind speedy pay und ready2order einen Blick wert.

    Was kostet Kartenzahlung im Monat?

    Die Spannweite ist groß und hängt von Umsatz, Kartenmix und Modell ab. Im verifizierten Rechenbeispiel mit 8.000 € Kartenumsatz, 70 % girocard und 35 € Durchschnittsbon liegen die Monatskosten zwischen 47,71 € (Future Payments Desk 5000, Einrichtung umgelegt) und rund 113 € (SumUp Standard); ZahlungsWERK kostet 67,70 €, die PAYONE All Card Flat 76,90 €. Den niedrigsten Wert gibt es allerdings nur mit einer Laufzeit, die der Anbieter öffentlich mit 24 Monaten angibt und die ohne Eintrag im Vertrag laut AGB 60 beträgt, dazu einem girocard-Mindestumsatz von 25.000 € im Jahr, den Ziffer 8.5 für Aktions-Tarife ausdrücklich aufhebt, verbindlich wird er erst im Individualangebot. Bei kleinem Umsatz dreht sich das Bild allerdings um: Dann kostet ein Flat-Anbieter nur den reinen Prozentsatz, während Grundgebühren-Modelle auch in umsatzschwachen Monaten voll zu Buche schlagen. Rechne am besten immer mit deinen eigenen Zahlen statt mit Beispielwerten.

    Kann ich den Kartenzahlung-Anbieter wechseln?

    Ja, und wie leicht das geht, hängt direkt am Anbieter-Typ. Bei Flat-Anbietern ohne Vertrag wechselst du jederzeit, du hörst einfach auf, das Gerät zu nutzen. Bei Miet-Modellen ist die Bindung dagegen lang: ZahlungsWERK nennt in den AGB Ziffer 9.2.1 48 Monate, der aktuelle Nexi-SmartPay-Aktionstarif ebenfalls 48. Bei klassischen Verträgen, etwa 24 Monaten bei Future Payments laut Anbieterangabe (60 laut AGB, wenn im Vertrag keine Laufzeit steht) oder 36 bzw. 60 Monaten bei der PAYONE All Card Flat, bist du bis zum Laufzeitende gebunden und solltest die Kündigungsfrist im Blick behalten. Genau deshalb gehört die Frage nach der Bindungs-Toleranz in jede Anbieter-Entscheidung, bevor du unterschreibst.

    Brauche ich ein Gewerbe oder ein Geschäftskonto für Kartenzahlung?

    Die Anbieter in diesem Vergleich richten sich an geschäftliche Nutzer, du schließt den Vertrag also als Unternehmer, Selbstständiger oder Freiberufler ab und durchläufst dabei eine Identitäts- und Geschäftsprüfung. Für die Auszahlungen brauchst du ein Bankkonto, auf das die Kartenumsätze fließen. Ob dafür zwingend ein separates Geschäftskonto nötig ist, handhaben Anbieter und Banken unterschiedlich, sauber getrennte Konten erleichtern aber in jedem Fall Buchhaltung und Steuer. Am besten klärst du die Details direkt beim Anbieter deiner Wahl.