3.07.2026 · Von
Christian Jansen
SumUp: Tarife, Kosten und ehrliche Grenzen im Check

Kurz zusammengefasst:
- SumUp ist das klassische Einsteiger-Terminal: Du kaufst das Gerät einmalig ab 34 € netto, zahlst keine Monatsgebühr, hast keinen Vertrag und gibst 1,39 % auf jede Kartenzahlung ab, egal welche Karte.
- Das passt, solange wenig über die Theke geht: Bei 2.000 € Kartenumsatz im Monat zahlst Du 27,80 € an Gebühren. Ab etwa dieser Marke wird ein Miet- oder Vertragsmodell günstiger.
- Der Haken: Die Prozent-Flat wächst mit Deinem Umsatz mit. Bei 8.000 € im Monat kostet SumUp rund 113 €, während ZahlungsWERK (67,70 €) und die PAYONE All Card Flat (76,90 €) im selben Fall deutlich weniger kosten. Intern gibt es mit Zahlungen Plus (19 €/Monat, 0,79 % auf inländische EC- und Kreditkarten) eine Kostenbremse, die sich ab etwa 3.200 € Umsatz mit inländischen Karten im Monat lohnt.
- Bei Trustpilot bewerten 57.290 Nutzer SumUp mit 4,2 von 5 (abgerufen am 18.09.2026); gelobt werden einfache Einrichtung und zuverlässige Zahlungsabwicklung, Kritikpunkte sind vor allem der schwer erreichbare Support und gelegentliche Verbindungsabbrüche der Geräte.
- Wenn Dein Kartenumsatz spürbar wächst, zahlst Du bei SumUp drauf, für den Einstieg reicht es trotzdem gut und günstig.
SumUp hat Kartenzahlung für kleine Betriebe radikal vereinfacht: Lesegerät für 34 € bestellen, App installieren, kassieren. Keine Grundgebühr, kein Vertrag, eine einzige Prozentzahl auf alles. Deshalb steht der Anbieter bei Gründern und Kleinbetrieben in ganz Europa weit oben auf der Liste. Die spannende Frage ist aber nicht, ob SumUp gut ist, sondern bis zu welchem Kartenumsatz. Die bequeme Flat von 1,39 % wird ab einem bestimmten Punkt teurer als Tarife mit Grundgebühr. Wir rechnen das mit verifizierten Zahlen durch, Stand September 2026.
Bevor du weiterliest, lohnt sich ein Blick auf deine eigenen Zahlen: Der Rechner zeigt dir, was SumUp bei deinem monatlichen Kartenumsatz tatsächlich kostet und wo günstigere Modelle liegen.
Kostenrechner
Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.
Feineinstellungen
Legt fest, über wie viele Monate Geräte- und Anschlussgebühren umgelegt werden.
Steht „ab" vor dem Preis, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Kartenzahlung oder pro Monat, dazu kommen der Aufschlag für Firmenkarten und der Aufschlag für Karten von außerhalb des EWR. Diese Angaben veröffentlicht längst nicht jeder Anbieter. Wir schätzen sie nicht, sondern fragen bei den Anbietern nach; wie wir damit umgehen, steht unter So vergleichen wir.
Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren + feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr anteilig auf den gewählten Betrachtungszeitraum umgelegt (Vorgabe 24 Monate, einstellbar unter Feineinstellungen). Bleibt dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs, rechnen wir die Gebühr dafür anteilig mit. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.
Die SumUp-Tarife im Überblick

SumUp arbeitet mit zwei Tarifmodellen. Der Standard-Tarif kostet nichts im Monat, dafür zahlst du 1,39 % Disagio auf jede Transaktion, egal ob girocard, Debitkarte oder Kreditkarte. Das Abo-Modell heißt „Zahlungen Plus“; im SumUp-Hilfecenter taucht dafür noch der frühere Name SumUp One auf. Es kostet 19 € pro Monat (oder 199 € im Jahr, also 16,58 € pro Monat) und senkt die Transaktionsgebühr auf 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten; für Premium-Karten, American Express und internationale Karten bleiben 1,39 %.
| Tarif | Gerät | Monatsgebühr | Inländische EC- und Kreditkarten | Premium, American Express, international | Bindung |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard | ab 34 € einmalig | 0 € | 1,39 % | 1,39 % | keine |
| Zahlungen Plus | ab 34 € einmalig | 19 € (16,58 € bei Jahreszahlung) | 0,79 % | 1,39 % | keine oder 12 Monate |
Bei den Geräten hast du vier Varianten zur Auswahl, alle mit Einmalkauf statt Miete (Listenpreise netto):
- SumUp Solo Lite für 34 €: das Einstiegsgerät, funkt über WLAN oder den Hotspot deines Smartphones
- Solo Lite und Ladestation für 44 €: dasselbe Gerät plus Dock für den Tresen
- SumUp Solo für 79 €: mit eigener SIM-Karte, also unabhängig von WLAN und Handy
- Solo und Mobildrucker für 109 €: für Betriebe, die Belege direkt am Gerät drucken wollen
Die Tarifstruktur ist eine der übersichtlichsten am Markt: ein Gerätepreis, eine Prozentzahl, fertig. Wie sich SumUp damit gegen andere Anbieter schlägt, siehst du im EC-Kartenlesegerät-Vergleich.
Was SumUp gut macht
Fangen wir mit den Stärken an. Die Einstiegshürde ist niedrig: 34 € netto einmalig, und du kannst Karten akzeptieren. Kein Mindestumsatz, keine monatlichen Fixkosten, keine Kündigungsfrist im Standard-Tarif. Wenn dein Betrieb im Winter drei Monate pausiert, kostet dich SumUp in dieser Zeit exakt null Euro.
Auch die Abrechnung ist erfreulich klar. 1,39 % auf alle Kartenarten heißt: Du musst nicht zwischen girocard, Visa und Mastercard unterscheiden, um deine Kosten zu verstehen. Viele klassische Anbieter arbeiten mit gestaffelten Sätzen je Kartentyp, was die Abrechnung schwer kalkulierbar macht. Bei SumUp rechnest du Kartenumsatz mal 1,39 % und bist durch.
Dazu kommen ein paar Punkte, die im Alltag zählen:
- Anmeldung und Einrichtung gelten als sehr einfach, auch ohne technische Vorkenntnisse
- Auszahlung direkt auf dein Geschäftskonto
- Verwaltung komplett über die App, ohne Vertragsordner und Papierkram
- Vier Gerätevarianten von 34 € bis 109 €, je nach Einsatzort und Bedarf
Für Gründer, Marktstände, Saisonbetriebe und alle, die Kartenzahlung erst einmal testen wollen, ist das ein stimmiges Paket ohne versteckte Fallen.
Die ehrlichen Grenzen
Jetzt zur anderen Seite, und die gehört genauso prominent in diesen Check. Die 1,39-%-Flat ist bequem, aber sie skaliert gegen dich. Je mehr Kartenumsatz du machst, desto teurer wird SumUp im Vergleich zu Tarifen mit Grundgebühr und niedrigerem Disagio.
Rechnen wir das konkret durch, auf Basis verifizierter Rechnungen. Bei 2.000 € Kartenumsatz im Monat zahlst du im Standard-Tarif 27,80 €. Das ist noch unauffällig, viele Grundgebühr-Modelle liegen in dieser Region ähnlich oder höher. Als Faustregel: Ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat beginnt der Punkt, an dem der SumUp-Standard-Tarif teurer wird als Modelle mit fester Grundgebühr.
Richtig deutlich wird es weiter oben. Bei 8.000 € Kartenumsatz (70 % girocard, 35 € Durchschnittsbon) kostet der SumUp-Standard-Tarif rund 113 € im Monat, während ZahlungsWERK im selben Szenario auf 67,70 € und PAYONE mit der All Card Flat auf 76,90 € kommt. Gut 35 bis 45 € Unterschied im Monat, kein kleiner Abstand. Aufs Jahr gerechnet reden wir über mehrere Hundert Euro Differenz, nur für die Bequemlichkeit desselben Tarifs, der bei 1.000 € Umsatz noch völlig sinnvoll war. Wie sich Kartenzahlungsgebühren generell zusammensetzen, erklären wir im Ratgeber Kartenzahlung: Gebühren verstehen, und wie unsere Rechenszenarien zustande kommen, steht unter So vergleichen wir.
Zweite Grenze: Die kleinen Geräte sind reine Kartenterminals. Im Gerätepreis von Solo Lite und Solo steckt kein Kassensystem. Wenn du Artikel verwalten, Bons nach Warengruppen auswerten oder eine TSE-konforme Kasse brauchst, ist das ein separates Thema mit separaten Kosten. Für den Cappuccino am Marktstand ist das egal, für einen wachsenden Laden mit Sortiment wird es relevant.
Zahlungen Plus: Wann sich das Abo rechnet
SumUp kennt das Skalierungsproblem selbst, und Zahlungen Plus ist die interne Antwort darauf. Für 19 € im Monat (oder 16,58 € bei Jahreszahlung) sinkt dein Satz für inländische EC- und Kreditkarten von 1,39 % auf 0,79 %. Für Premium-Karten, American Express und internationale Karten bleibt es bei 1,39 %.
Die Rechnung dahinter ist transparent: Auf Umsatz mit inländischen EC- und Kreditkarten sparst du 0,60 Prozentpunkte. Damit die 19 € Abogebühr wieder hereinkommen, brauchst du rund 3.200 € solchen Umsatz im Monat (3.200 € mal 0,60 % ergibt 19,20 €). Bei Premium-Karten, American Express und internationalen Karten sparst du dagegen nichts, dort gelten weiterhin 1,39 %. Kleine Bons, etwa im Café, in der Bäckerei oder am Kiosk, sind kein Problem: Eine Mindestgebühr je Kartenzahlung gibt es laut SumUp nicht. Mit der Jahreszahlung bei 16,58 € liegt der Break-even entsprechend früher, bei etwa 2.800 € Umsatz mit inländischen Karten.
Als grobe Orientierung: Unter 2.500 € Kartenumsatz im Monat bleibst du im Standard-Tarif, ab etwa 3.200 € mit hohem Anteil inländischer Karten lohnt sich der Wechsel zu Zahlungen Plus.
Ehrlich bleiben muss man aber auch hier: Im 8.000-€-Szenario von oben drückt Zahlungen Plus die Kosten je nach Kartenmix auf grob 82 bis 97 € im Monat (Disagio plus Abogebühr), abhängig davon, wie viele Premium-, American-Express- und internationale Karten darin stecken. Spürbar besser als die 113 € im Standard-Tarif, klar, aber immer noch über den 67,70 € von ZahlungsWERK und den 76,90 € der PAYONE All Card Flat. Zahlungen Plus macht SumUp bei mittleren Umsätzen konkurrenzfähiger, aber nicht automatisch zur günstigsten Option.
Für wen SumUp passt und für wen nicht
Fassen wir die Rechnungen in zwei ehrliche Listen zusammen.
SumUp passt gut zu dir, wenn
- du gerade startest und Kartenzahlung ohne Fixkosten und ohne Vertragsbindung testen willst
- dein Kartenumsatz unter etwa 2.000 € im Monat liegt, dort ist die 0-€-Grundgebühr kaum zu schlagen
- du saisonal oder unregelmäßig arbeitest und in umsatzfreien Monaten nichts zahlen willst
- du mobil unterwegs bist und ein günstiges, unkompliziertes Gerät suchst
- dir eine einfache, planbare Abrechnung wichtiger ist als der letzte gesparte Euro
SumUp passt eher nicht, wenn
- dein Kartenumsatz stabil über 2.000 bis 3.000 € im Monat liegt und du nicht auf Zahlungen Plus wechseln willst
- du 8.000 € und mehr Kartenumsatz machst, dort kosten ZahlungsWERK und die PAYONE All Card Flat rund 32 bis 40 % weniger
- du ein vollwertiges Kassensystem mit Warenwirtschaft brauchst, das die kleinen SumUp-Geräte nicht mitbringen
- du hohe girocard-Anteile hast und jeden Zehntelprozentpunkt Disagio optimieren willst
Ab einem stabilen Kartenumsatz jenseits der 2.000-€-Marke solltest du zumindest einmal nachrechnen, ob ein anderer Anbieter besser zu deinen Zahlen passt. Welche Alternativen dann infrage kommen, zeigen wir dir kompakt unter SumUp-Alternativen. Wenn deine Rechnung dagegen für SumUp spricht, kannst du das Gerät direkt bei SumUp bestellen.
Häufige Fragen zu SumUp
Kurz gesagt: Was SumUp kostet, hängt fast ausschließlich von deinem Kartenumsatz ab, nicht von Fixkosten.
Was kostet SumUp im Monat?
Im Standard-Tarif fällt keine Monatsgebühr an, du zahlst nur 1,39 % auf deinen Kartenumsatz. Bei 2.000 € Kartenumsatz sind das 27,80 € im Monat, bei 8.000 € rund 113 €. Das Abo Zahlungen Plus kostet 19 € pro Monat, bei Jahreszahlung 16,58 €, und senkt dafür den Satz auf 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten; Premium-Karten, American Express und internationale Karten kosten weiterhin 1,39 %.
Welche Gebühren fallen bei SumUp an?
Drei Kostenblöcke: einmalig der Gerätekauf (34 € bis 109 € netto je nach Modell), pro Transaktion das Disagio (1,39 % im Standard-Tarif; im Abo 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten, 1,39 % für Premium-Karten, American Express und internationale Karten) und im Abo zusätzlich die Monatsgebühr. Einrichtungsgebühren oder Mindestumsätze gibt es nicht.
Hat SumUp eine Vertragsbindung?
Der Standard-Tarif hat keine Vertragsbindung, du kannst jederzeit aufhören, ohne dass Kosten weiterlaufen. Bei Zahlungen Plus hast du die Wahl: monatlich kündbar für 19 € oder Jahreszahlung von 199 €, also 16,58 € pro Monat.
Welches SumUp-Gerät für unterwegs?
Für den mobilen Einsatz ist das SumUp Solo für 79 € die verlässlichere Wahl, weil es eine eigene SIM-Karte mitbringt und damit unabhängig von WLAN funktioniert. Das Solo Lite für 34 € braucht dagegen WLAN oder den Hotspot deines Smartphones. Wer überwiegend am festen Standort mit stabilem WLAN kassiert, kommt auch mit dem Solo Lite aus, gern mit der Ladestation-Variante für 44 €.