3.07.2026 · Von Christian Jansen
SumUp: Tarife, Kosten und ehrliche Grenzen im Check

Kurz zusammengefasst:
- SumUp ist das klassische Einsteiger-Terminal: Du kaufst das Gerät einmalig ab 39 €, zahlst keine Monatsgebühr, hast keinen Vertrag und gibst 1,39 % auf jede Kartenzahlung ab, egal welche Karte.
- Das passt, solange wenig über die Theke geht: Bei 2.000 € Kartenumsatz im Monat zahlst Du 27,80 € an Gebühren. Ab etwa dieser Marke wird ein Miet- oder Vertragsmodell günstiger.
- Der Haken: Die Prozent-Flat wächst mit Deinem Umsatz mit. Bei 8.000 € im Monat kostet SumUp rund 113 €, während ZahlungsWERK (67,70 €) und die PAYONE All Card Flat (66,90 €) im selben Fall nur gut die Hälfte kosten. Intern gibt es mit SumUp One (19 €/Monat, 0,79 % auf girocard und Debit) eine Kostenbremse, die sich ab etwa 3.000 € girocard-Umsatz im Monat lohnt.
- Bei Trustpilot bewerten über 44.000 Nutzer SumUp mit 4,2 von 5 (Stand Juli 2026); gelobt werden einfache Einrichtung und zuverlässige Zahlungsabwicklung, Kritikpunkte sind vor allem der schwer erreichbare Support und gelegentliche Verbindungsabbrüche der Geräte.
- Wenn Dein Kartenumsatz spürbar wächst, zahlst Du bei SumUp drauf, für den Einstieg reicht es trotzdem gut und günstig.
SumUp hat Kartenzahlung für kleine Betriebe radikal vereinfacht: Lesegerät für 39 € bestellen, App installieren, kassieren. Keine Grundgebühr, kein Vertrag, eine einzige Prozentzahl auf alles. Deshalb steht der Anbieter bei Gründern und Kleinbetrieben in ganz Europa weit oben auf der Liste. Die spannende Frage ist aber nicht, ob SumUp gut ist, sondern bis zu welchem Kartenumsatz. Die bequeme Flat von 1,39 % wird ab einem bestimmten Punkt teurer als Tarife mit Grundgebühr. Wir rechnen das mit verifizierten Zahlen durch, Stand Juli 2026.
Bevor du weiterliest, lohnt sich ein Blick auf deine eigenen Zahlen: Der Rechner zeigt dir, was SumUp bei deinem monatlichen Kartenumsatz tatsächlich kostet und wo günstigere Modelle liegen.
Kostenrechner
Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.
Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren, Gerätepreis anteilig auf 24 Monate umgelegt. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.
Die SumUp-Tarife im Überblick

SumUp arbeitet mit zwei Tarifmodellen. Der Standard-Tarif kostet nichts im Monat, dafür zahlst du 1,39 % Disagio auf jede Transaktion, egal ob girocard, Debitkarte oder Kreditkarte. Das Abo-Modell SumUp One kostet 19 € pro Monat (bei 12 Monaten Bindung 14,92 € pro Monat) und senkt die Transaktionsgebühr auf 0,79 % für girocard und Debitkarten; für Premium-, Firmen- und Nicht-EU-Karten bleiben 1,39 %. Obendrauf gibt es einen Bonus: Zahlungen bis 10 € sind für One-Abonnenten gebührenfrei.
| Tarif | Gerät | Monatsgebühr | girocard/Debit | Premium-, Firmen-, Nicht-EU-Karten | Bindung |
|---|---|---|---|---|---|
| Standard | ab 39 € einmalig | 0 € | 1,39 % | 1,39 % | keine |
| SumUp One | ab 39 € einmalig | 19 € (14,92 € bei 12 Monaten) | 0,79 % | 1,39 % | keine oder 12 Monate |
Bei den Geräten hast du vier Varianten zur Auswahl, alle mit Einmalkauf statt Miete:
- SumUp Solo Lite für 39 €: das Einstiegsgerät, funkt über WLAN oder den Hotspot deines Smartphones
- Solo Lite mit Ladestation für 49 €: dasselbe Gerät plus Dock für den Tresen
- SumUp Solo für 79 €: mit eigener SIM-Karte, also unabhängig von WLAN und Handy
- Solo mit Bondrucker für 139 €: für Betriebe, die Belege direkt am Gerät drucken wollen
Die Tarifstruktur ist eine der übersichtlichsten am Markt: ein Gerätepreis, eine Prozentzahl, fertig. Wie sich SumUp damit gegen andere Anbieter schlägt, siehst du im EC-Kartenlesegerät-Vergleich.
Was SumUp gut macht
Fangen wir mit den Stärken an. Die Einstiegshürde ist niedrig: 39 € einmalig, und du kannst Karten akzeptieren. Kein Mindestumsatz, keine monatlichen Fixkosten, keine Kündigungsfrist im Standard-Tarif. Wenn dein Betrieb im Winter drei Monate pausiert, kostet dich SumUp in dieser Zeit exakt null Euro.
Auch die Abrechnung ist erfreulich klar. 1,39 % auf alle Kartenarten heißt: Du musst nicht zwischen girocard, Visa und Mastercard unterscheiden, um deine Kosten zu verstehen. Viele klassische Anbieter arbeiten mit gestaffelten Sätzen je Kartentyp, was die Abrechnung schwer kalkulierbar macht. Bei SumUp rechnest du Kartenumsatz mal 1,39 % und bist durch.
Dazu kommen ein paar Punkte, die im Alltag zählen:
- Anmeldung und Einrichtung gelten als sehr einfach, auch ohne technische Vorkenntnisse
- Auszahlung direkt auf dein Geschäftskonto
- Verwaltung komplett über die App, ohne Vertragsordner und Papierkram
- Vier Gerätevarianten von 39 € bis 139 €, je nach Einsatzort und Bedarf
Für Gründer, Marktstände, Saisonbetriebe und alle, die Kartenzahlung erst einmal testen wollen, ist das ein stimmiges Paket ohne versteckte Fallen.
Die ehrlichen Grenzen
Jetzt zur anderen Seite, und die gehört genauso prominent in diesen Check. Die 1,39-%-Flat ist bequem, aber sie skaliert gegen dich. Je mehr Kartenumsatz du machst, desto teurer wird SumUp im Vergleich zu Tarifen mit Grundgebühr und niedrigerem Disagio.
Rechnen wir das konkret durch, auf Basis verifizierter Rechnungen. Bei 2.000 € Kartenumsatz im Monat zahlst du im Standard-Tarif 27,80 €. Das ist noch unauffällig, viele Grundgebühr-Modelle liegen in dieser Region ähnlich oder höher. Als Faustregel: Ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat beginnt der Punkt, an dem der SumUp-Standard-Tarif teurer wird als Modelle mit fester Grundgebühr.
Richtig deutlich wird es weiter oben. Bei 8.000 € Kartenumsatz (70 % girocard, 35 € Durchschnittsbon) kostet der SumUp-Standard-Tarif rund 113 € im Monat, während ZahlungsWERK im selben Szenario auf 67,70 € und PAYONE mit der All Card Flat auf 66,90 € kommt. Fast das Doppelte, kein kleiner Abstand. Aufs Jahr gerechnet reden wir über mehrere Hundert Euro Differenz, nur für die Bequemlichkeit desselben Tarifs, der bei 1.000 € Umsatz noch völlig sinnvoll war. Wie sich Kartenzahlungsgebühren generell zusammensetzen, erklären wir im Ratgeber Kartenzahlung: Gebühren verstehen, und wie unsere Rechenszenarien zustande kommen, steht unter So vergleichen wir.
Zweite Grenze: Die kleinen Geräte sind reine Kartenterminals. Im Gerätepreis von Solo Lite und Solo steckt kein Kassensystem. Wenn du Artikel verwalten, Bons nach Warengruppen auswerten oder eine TSE-konforme Kasse brauchst, ist das ein separates Thema mit separaten Kosten. Für den Cappuccino am Marktstand ist das egal, für einen wachsenden Laden mit Sortiment wird es relevant.
SumUp One: Wann sich das Abo rechnet
SumUp kennt das Skalierungsproblem selbst, und SumUp One ist die interne Antwort darauf. Für 19 € im Monat (oder 14,92 € bei 12 Monaten Bindung) sinkt dein Satz für girocard und Debitkarten von 1,39 % auf 0,79 %. Für Premium-, Firmen- und Nicht-EU-Karten bleibt es bei 1,39 %. Dazu kommt ein Bonus, der gern übersehen wird: Zahlungen bis 10 € sind für One-Abonnenten komplett gebührenfrei.
Die Rechnung dahinter ist transparent: Auf girocard- und Debit-Umsatz sparst du 0,60 Prozentpunkte. Damit die 19 € Abogebühr wieder hereinkommen, brauchst du rund 3.200 € girocard-Umsatz im Monat (3.200 € mal 0,60 % ergibt 19,20 €). Bei Premium-, Firmen- und Nicht-EU-Karten sparst du dagegen nichts, dort gelten weiterhin 1,39 %. Dafür drückt der 0-%-Bonus auf Kleinbeträge die Schwelle spürbar: Wer viele Bons unter 10 € kassiert, etwa im Café, in der Bäckerei oder am Kiosk, spart auf diesen Zahlungen die kompletten Gebühren. Mit der 12-Monats-Bindung bei 14,92 € liegt der Break-even entsprechend früher, bei etwa 2.500 € girocard-Umsatz.
Als grobe Orientierung: Unter 2.500 € Kartenumsatz im Monat bleibst du im Standard-Tarif, ab etwa 3.000 € mit hohem girocard-Anteil lohnt sich der Wechsel zu SumUp One.
Ehrlich bleiben muss man aber auch hier: Im 8.000-€-Szenario von oben drückt SumUp One die Kosten je nach Kartenmix auf grob 85 bis 95 € im Monat (Disagio plus Abogebühr), abhängig davon, wie viele Premium- und Firmenkarten darin stecken. Spürbar besser als die 113 € im Standard-Tarif, klar, aber immer noch über den rund 67 € von ZahlungsWERK oder PAYONE. SumUp One macht SumUp bei mittleren Umsätzen konkurrenzfähiger, aber nicht automatisch zur günstigsten Option.
Für wen SumUp passt und für wen nicht
Fassen wir die Rechnungen in zwei ehrliche Listen zusammen.
SumUp passt gut zu dir, wenn
- du gerade startest und Kartenzahlung ohne Fixkosten und ohne Vertragsbindung testen willst
- dein Kartenumsatz unter etwa 2.000 € im Monat liegt, dort ist die 0-€-Grundgebühr kaum zu schlagen
- du saisonal oder unregelmäßig arbeitest und in umsatzfreien Monaten nichts zahlen willst
- du mobil unterwegs bist und ein günstiges, unkompliziertes Gerät suchst
- dir eine einfache, planbare Abrechnung wichtiger ist als der letzte gesparte Euro
SumUp passt eher nicht, wenn
- dein Kartenumsatz stabil über 2.000 bis 3.000 € im Monat liegt und du nicht auf SumUp One wechseln willst
- du 8.000 € und mehr Kartenumsatz machst, dort kosten Grundgebühr-Tarife wie ZahlungsWERK oder PAYONE nur gut die Hälfte
- du ein vollwertiges Kassensystem mit Warenwirtschaft brauchst, das die kleinen SumUp-Geräte nicht mitbringen
- du hohe girocard-Anteile hast und jeden Zehntelprozentpunkt Disagio optimieren willst
Ab einem stabilen Kartenumsatz jenseits der 2.000-€-Marke solltest du zumindest einmal nachrechnen, ob ein anderer Anbieter besser zu deinen Zahlen passt. Welche Alternativen dann infrage kommen, zeigen wir dir kompakt unter SumUp-Alternativen. Wenn deine Rechnung dagegen für SumUp spricht, kannst du das Gerät direkt bei SumUp bestellen.
Häufige Fragen zu SumUp
Kurz gesagt: Was SumUp kostet, hängt fast ausschließlich von deinem Kartenumsatz ab, nicht von Fixkosten.
Was kostet SumUp im Monat?
Im Standard-Tarif fällt keine Monatsgebühr an, du zahlst nur 1,39 % auf deinen Kartenumsatz. Bei 2.000 € Kartenumsatz sind das 27,80 € im Monat, bei 8.000 € rund 113 €. Das Abo SumUp One kostet 19 € pro Monat, mit 12 Monaten Bindung 14,92 €, und senkt dafür den Satz auf 0,79 % für girocard und Debitkarten; Premium-, Firmen- und Nicht-EU-Karten kosten weiterhin 1,39 %. Zahlungen bis 10 € sind im One-Abo gebührenfrei.
Welche Gebühren fallen bei SumUp an?
Drei Kostenblöcke: einmalig der Gerätekauf (39 € bis 139 € je nach Modell), pro Transaktion das Disagio (1,39 % im Standard-Tarif; im One-Abo 0,79 % für girocard und Debitkarten, 1,39 % für Premium-, Firmen- und Nicht-EU-Karten) und im One-Abo zusätzlich die Monatsgebühr. Dafür sind im One-Abo Zahlungen bis 10 € gebührenfrei. Einrichtungsgebühren oder Mindestumsätze gibt es nicht.
Hat SumUp eine Vertragsbindung?
Der Standard-Tarif hat keine Vertragsbindung, du kannst jederzeit aufhören, ohne dass Kosten weiterlaufen. Bei SumUp One hast du die Wahl: monatlich kündbar für 19 € oder 12 Monate Bindung für 14,92 € pro Monat.
Welches SumUp-Gerät für unterwegs?
Für den mobilen Einsatz ist das SumUp Solo für 79 € die verlässlichere Wahl, weil es eine eigene SIM-Karte mitbringt und damit unabhängig von WLAN funktioniert. Das Solo Lite für 39 € braucht dagegen WLAN oder den Hotspot deines Smartphones. Wer überwiegend am festen Standort mit stabilem WLAN kassiert, kommt auch mit dem Solo Lite aus, gern mit der Ladestation-Variante für 49 €.