3.07.2026 · Von Tobias Rehermann
ZahlungsWERK: Terminal-Miete ohne Bindung im Check

Kurz zusammengefasst:
- ZahlungsWERK vermietet Dir ein Profi-Terminal (Verifone oder PAX) ab 12,50 € im Monat und rechnet 0,69 % auf jede Kartenzahlung ab, girocard wie Kreditkarte, laut Anbieter inklusive aller Kartennetz-Gebühren und monatlich kündbar.
- Lohnen tut sich das ab rund 2.000 € Kartenumsatz im Monat: Dort zahlst Du insgesamt 26,30 € (mit SumUp wären es 27,80 €), bei 8.000 € sind es 67,70 €. Unter etwa 1.800 € Umsatz fährst Du mit einem Kauf-Gerät günstiger, weil die Miete auch in schwachen Monaten weiterläuft.
- Der Haken ist weniger der Preis als die kurze Historie: Der Anbieter ist jung, eine lange Erfolgsbilanz am Markt gibt es noch nicht.
- Zu wenige öffentliche Bewertungen für ein belastbares Bild: Trustpilot und ProvenExpert zeigen jeweils null Bewertungen, bei OMR steht eine einzige (Stand Juli 2026).
- Wenn man ehrlich ist: preislich stark und ohne Bindung, dafür gibst Du einen Vertrauensvorschuss.
Terminal-Miete hat in der Payment-Branche einen festen Beigeschmack: Wer mietet, unterschreibt meist für 36 oder gar 60 Monate und kommt aus dem Vertrag nicht mehr heraus. ZahlungsWERK bricht genau dieses Muster. Der deutsche Payment-Anbieter vermietet Kartenterminals monatlich kündbar, ohne Laufzeitbindung, zu 0,69 % flat auf alle Kartenarten. Ob sich das für Dich rechnet, hängt fast nur von Deinem Kartenumsatz ab. Wir haben die ZahlungsWERK-Kosten nachgerechnet, mit Stand 03.07.2026.
Kostenrechner
Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.
Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren, Gerätepreis anteilig auf 24 Monate umgelegt. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.
Das ZahlungsWERK-Modell: Miete, 0,69 %, monatlich raus

Die Kostenlogik von ZahlungsWERK besteht aus zwei Bausteinen: einer monatlichen Gerätemiete und einem Disagio von 0,69 % auf Deinen Kartenumsatz. Mehr Positionen gibt es auf der Rechnung nicht, keinen Einmalpreis für das Gerät, keine Transaktionsgebühren pro Zahlung und keine unterschiedlichen Sätze je nach Kartenart. Girocard, Visa, Mastercard, Debit oder Kredit: alles läuft über denselben Satz von 0,69 %.
Der entscheidende Unterschied zu anderen Miet-Modellen in unserem Vergleich: Du kannst monatlich kündigen, eine Laufzeitbindung gibt es nicht. Klassische Miet- und Flatrate-Verträge im Kartenzahlungs-Markt binden Dich üblicherweise über Jahre. Willst Du ein EC-Terminal mieten, ohne Dich langfristig festzulegen, ist ZahlungsWERK in unserem Vergleich aktuell das einzige Modell, das beides kombiniert: Miete inklusive Gerät und Ausstieg zum Monatsende.
Bei der Hardware setzt ZahlungsWERK auf Geräte der etablierten Terminal-Hersteller Verifone und PAX. Vier Modelle stehen zur Auswahl:
| Gerät | Einsatz | Miete/Monat |
|---|---|---|
| Verifone P630 | Stationär an der Kasse (Flatrate-Tarif) | ab 12,50 € |
| Verifone V400c | Stationär mit WLAN | ab 12,50 € |
| Verifone V400m | Mobil mit SIM-Karte | ab 15,50 € |
| PAX A920 Pro | Mobil mit SIM-Karte, Android-Terminal | 17,95 € (laut unserem Datenstand) |
Für den Ladentresen reichen die beiden stationären Geräte ab 12,50 €. Kassierst Du im Service, auf Märkten oder beim Kunden vor Ort, greifst Du zu den mobilen Varianten mit SIM ab 15,50 €. Der Aufpreis von rund 3 € pro Monat kauft Dir die Unabhängigkeit vom WLAN.
Was das in echten Zahlen heißt
Prozentwerte und Mietpreise sagen wenig, solange Du sie nicht auf Deinen Umsatz umlegst. Also haben wir zwei Szenarien mit dem günstigsten Terminal (ab 12,50 € Miete) durchgerechnet und gegen die Konkurrenz aus unserem Vergleich gestellt.
Szenario 1: 2.000 € Kartenumsatz im Monat
Bei 2.000 € Kartenumsatz fallen 13,80 € Disagio an (0,69 %). Dazu kommen 12,50 € Miete, macht zusammen 26,30 € im Monat. Zum Einordnen: SumUp Standard, ein Kauf-Gerät ohne Grundgebühr, kommt beim selben Umsatz auf 27,80 €. ZahlungsWERK liegt hier knapp darunter, obwohl die Miete mitläuft.
Szenario 2: 8.000 € Kartenumsatz im Monat
Bei 8.000 € Umsatz kostet ZahlungsWERK insgesamt 67,70 € im Monat (55,20 € Disagio plus 12,50 € Miete). Die PAYONE All Card Flat liegt beim selben Umsatz bei 66,90 €, also 80 Cent günstiger. Diese 80 Cent Unterschied kaufst Du Dir mit einem fundamental anderen Vertrag ein: Bei ZahlungsWERK kommst Du zum Monatsende raus, bei der PAYONE-Flatrate bindest Du Dich über die volle Laufzeit. Fährst Du Dein Geschäft saisonal, planst einen Standortwechsel oder willst den Anbieter erst mal testen, zahlst Du bei ZahlungsWERK für diese Freiheit weniger als einen Euro pro Monat Aufpreis.
Als Faustregel aus unseren Rechenbeispielen: Ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat schlägt das ZahlungsWERK-Modell die Kauf-Geräte ohne Grundgebühr. Darunter dreht sich das Bild um, dazu gleich mehr. Wie sich Disagio, Miete und Transaktionsgebühren generell zusammensetzen, erklären wir ausführlich im Ratgeber zu den Gebühren bei Kartenzahlung.
Was für ZahlungsWERK spricht
Aus den Konditionsdaten ergeben sich ein paar Argumente, die das Modell von der Masse abheben:
- Halbiertes Disagio ohne die übliche Gegenleistung Laufzeitbindung. Die 0,69 % liegen etwa bei der Hälfte dessen, was SumUp Standard effektiv berechnet: Dessen 27,80 € bei 2.000 € Umsatz entsprechen 1,39 %. Normalerweise erkaufst Du Dir so einen niedrigen Satz mit einem Mehrjahresvertrag. Hier nicht.
- Die 0,69 % gelten laut Anbieter wörtlich „inkl. Interchange- und Scheme-Gebühren“. Diese belegte Zusage heißt: Die Kartennetzwerk-Kosten stecken beim Terminal-Angebot schon im Satz und tauchen nicht als separate Posten auf der Abrechnung auf. Aufpassen musst Du nur bei der SoftPOS-App-Variante von ZahlungsWERK: Dort werden Interchange- und Scheme-Gebühren zusätzlich berechnet, verwechsle sie also nicht mit dem Terminal-Angebot.
- Gerät und Service stecken in der Miete. Du zahlst keinen Einmalpreis für die Hardware und trägst kein Defekt-Risiko für ein gekauftes Gerät. Geht das Terminal kaputt, ist das Sache des Anbieters, nicht Deine.
- Flat statt Kartenarten-Roulette. Viele Tarife rechnen Girocard günstig, Kreditkarten teuer und internationale Karten noch teurer ab. Bei 0,69 % auf alles kannst Du Deine Kosten aus dem Kartenumsatz direkt hochrechnen, ohne den Kartenmix Deiner Kundschaft schätzen zu müssen.
Die Konditionen im Detail und den Bestellprozess findest Du direkt bei ZahlungsWERK.
Die ehrlichen Gegenpunkte
Ein Modell, das in zwei Rechenbeispielen stark abschneidet, verdient trotzdem den kritischen Blick. Vier Punkte solltest Du kennen, bevor Du bestellst:
- Die Miete läuft auch im Null-Umsatz-Monat weiter. Machst Du Betriebsferien oder hast einen schwachen Monat, zahlst Du trotzdem mindestens 12,50 €. Ein gekauftes Gerät ohne Grundgebühr kostet in so einem Monat schlicht nichts. Die monatliche Kündbarkeit federt das ab, aber nur, wenn Du wirklich kündigst.
- Unter etwa 1.800 € Kartenumsatz im Monat sind Kauf-Geräte günstiger. Der Vorteil des halbierten Disagios wiegt die Miete erst ab dieser Schwelle auf. Für Nebengewerbe, Marktstände mit wenig Kartenzahlung oder Gründer in der Anlaufphase lohnt sich das Modell noch nicht.
- ZahlungsWERK ist eine deutlich weniger bekannte Marke als SumUp oder PayPal. Zur Firmengröße, zu Kundenzahlen oder zur Supportqualität liegen uns keine belastbaren Daten vor. Kein Gegenargument in der Sache, aber ein Unterschied im Vertrauensvorschuss, den Du dem Anbieter geben musst.
- Details wie die genaue Kündigungsfrist innerhalb der monatlichen Kündbarkeit solltest Du im Bestellprozess klären. Unsere Datenbasis bestätigt „monatlich kündbar“, mehr Vertragsdetails haben wir nicht geprüft.
Wie wir solche Konditionen erheben und nachrechnen, dokumentieren wir transparent unter So vergleichen wir.
Für wen ZahlungsWERK passt und für wen nicht
Die Umsatzschwelle von grob 1.800 bis 2.000 € Kartenumsatz pro Monat ist die klarste Entscheidungslinie in diesem Check. Daraus ergeben sich zwei Profile:
ZahlungsWERK passt zu Dir, wenn:
- Du stabil über 2.000 € Kartenumsatz im Monat liegst und das halbierte Disagio die Miete deutlich überkompensiert
- Du ein Kartenterminal mieten willst, ohne Vertrag mit Mehrjahresbindung, etwa weil Dein Geschäft saisonal läuft oder Du flexibel bleiben musst
- Du einen Flatrate-Satz über alle Kartenarten bevorzugst, statt den Kartenmix Deiner Kundschaft zu kalkulieren
- Du kein Kapital in Terminal-Hardware binden und kein Defekt-Risiko tragen willst
ZahlungsWERK passt eher nicht zu Dir, wenn:
- Dein Kartenumsatz regelmäßig unter etwa 1.800 € im Monat liegt, dann fährst Du mit einem Kartenlesegerät ohne Grundgebühr günstiger
- Du längere Null-Umsatz-Phasen hast und das Terminal in dieser Zeit nicht aktiv kündigen willst
- Dir eine etablierte Marke mit langer öffentlicher Historie wichtiger ist als der Konditionsvorteil
- Du bei 8.000 € Umsatz und mehr ohnehin eine Laufzeitbindung akzeptierst, dann liegt die PAYONE All Card Flat in unserem Rechenbeispiel um 80 Cent vorn
Die Grundsatzfrage hinter alledem beleuchten wir separat: EC-Terminal mieten oder kaufen geht die Entscheidung systematisch durch, und wer gezielt nach Alternativen zum Marktführer sucht, findet sie in unserem Überblick der SumUp-Alternativen.
Häufige Fragen zu ZahlungsWERK
Was kostet ZahlungsWERK im Monat?
Die ZahlungsWERK-Kosten setzen sich aus Gerätemiete und Disagio zusammen: ab 12,50 € für die stationären Terminals (Verifone P630 und V400c) und ab 15,50 € für das mobile Verifone V400m; das PAX A920 Pro führen wir laut unserem Datenstand mit 17,95 €. Dazu kommen jeweils 0,69 % auf den Kartenumsatz, laut Anbieter inkl. Interchange- und Scheme-Gebühren. Bei 2.000 € Kartenumsatz landest Du mit dem günstigsten Gerät bei 26,30 € im Monat, bei 8.000 € Umsatz bei 67,70 €. Einen Geräte-Einmalpreis oder Transaktionsgebühren gibt es nicht (Stand 03.07.2026).
Gibt es eine Vertragsbindung?
Nein. Das Miet-Modell von ZahlungsWERK ist monatlich kündbar und kommt ohne Laufzeitbindung aus. In unserem Vergleich ist es das einzige Miet-Modell mit dieser Kombination. Die genaue Ausgestaltung der Kündigungsfrist klärst Du am besten direkt im Bestellprozess, unsere Datenbasis bestätigt die monatliche Kündbarkeit als solche.
Welche Terminals bietet ZahlungsWERK?
Vier Geräte der etablierten Hersteller Verifone und PAX: das Verifone P630 für den stationären Einsatz im Flatrate-Tarif, das Verifone V400c mit WLAN, das mobile Verifone V400m mit SIM-Karte und das PAX A920 Pro als mobiles Android-Terminal mit SIM. Alle Geräte sind in der jeweiligen Monatsmiete enthalten, gekauft wird nichts.
Ab welchem Umsatz lohnt sich die Miete?
Als Faustregel aus unseren Rechenbeispielen: ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat. Ab dieser Marke schlägt die Kombination aus 12,50 € Miete und 0,69 % Disagio die Kauf-Geräte ohne Grundgebühr, deren höherer Prozentsatz dann stärker ins Gewicht fällt. Unterhalb von etwa 1.800 € Umsatz dreht sich der Vergleich um. Liegst Du über der Schwelle, kannst Du Dir Dein Angebot direkt bei ZahlungsWERK zusammenstellen.