3.07.2026 · Von Christian Jansen
PayPal Zettle: Kosten nach der Preisänderung 2025 im Check

Kurz zusammengefasst:
- Der Zettle Reader 2 von PayPal kostet 29 € einmalig, der günstigste Geräteeinstieg unter den hier verglichenen Anbietern, ohne Grundgebühr und ohne Vertrag; pro Kartenzahlung gehen 1,39 % ab, egal welche Karte.
- Gut für den kleinen Einstieg, besonders wenn Du die kostenlose Kassen-App nutzen willst oder ohnehin im PayPal-Ökosystem steckst; ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat werden Modelle mit Grundgebühr und niedrigeren Sätzen günstiger.
- Der Haken: Seit Juli 2025 verlangt Zettle denselben Satz wie SumUp (vorher waren Debitkarten mit 0,95 % deutlich billiger), der alte Preisvorteil ist weg, und bei wachsendem Umsatz läppern sich die 1,39 % genauso.
- 3,4 von 5 lautet der Trustpilot-Schnitt bei 5.658 Bewertungen (Stand Juli 2026); gelobt werden der Support und die langlebige Hardware, kritisiert werden Gerätedefekte kurz nach Garantie-Ende. Wichtig zur Einordnung: Ein Teil der schlechten Bewertungen betrifft PayPal-Kontosperren und nicht das Terminal selbst, der Score fällt dadurch schlechter aus als die reine Terminal-Erfahrung.
- Solider Einstieg mit PayPal-Anbindung, bei wachsendem Umsatz gilt dieselbe Wechsel-Logik wie bei SumUp.
Ein Kartenlesegerät für 29 € einmalig, keine Monatsgebühr, kein Vertrag: Auf dem Papier liest sich PayPal Zettle wie das ideale Einsteigerangebot. Der Zettle Reader 2 ist der niedrigste Gerätepreis in unserem Vergleich. Bei den Gebühren macht es Zettle dir seit Juli 2025 einfach: 1,39 % auf alle Kartenarten, exakt derselbe Satz, den auch SumUp Standard berechnet. Die Entscheidung für oder gegen Zettle fällt damit nicht mehr über den Kartenmix, sondern über den Gerätepreis, das PayPal-Ökosystem und die kostenlose Kassen-App. Rechnen wir das mal durch.
Kostenrechner
Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.
Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren, Gerätepreis anteilig auf 24 Monate umgelegt. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.
Das Zettle-Modell im Überblick

Zettle gehört zu PayPal, das Konzept dahinter ist simpel: Du kaufst den Reader einmal, danach fallen ausschließlich Gebühren pro Transaktion an. Keine Grundgebühr, keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist. Die wichtigsten Konditionen mit Stand vom 03.07.2026:
| Gerät | Einmalig | Monatsgebühr | Alle Kartenarten | Bindung |
|---|---|---|---|---|
| Zettle Reader 2 | 29 € | 0 € | 1,39 % | keine |
Der Zettle Reader 2 arbeitet nicht allein: Er verbindet sich mit deinem Smartphone oder läuft über WLAN. Ein eigenes Mobilfunkmodul hat das Gerät nicht, du brauchst also immer eine funktionierende Verbindung im Laden oder unterwegs. Dazu kommt eine Kassen-App, deren Grundfunktionen Zettle kostenlos anbietet. Reicht das für deinen Betrieb? Das solltest du vor dem Kauf direkt beim Anbieter prüfen.
Die Preisstruktur ist damit so transparent wie kaum eine andere in unserem Vergleich: 29 € einmal, danach pauschal 1,39 % vom Kartenumsatz. Ob girocard, Visa, Mastercard oder Kreditkarte spielt für die Abrechnung keine Rolle mehr, ein Satz gilt für alles. Die aktuellen Konditionen findest du direkt bei PayPal Zettle. Wie wir solche Tarife bewerten und nachrechnen, erklären wir unter So vergleichen wir.
Was Zettle heute kostet
1,39 % auf alle Kartenzahlungen: Damit liegt Zettle exakt gleichauf mit SumUp Standard, dem bekanntesten Konkurrenten ohne Grundgebühr. Bei den laufenden Kosten trennt die beiden also nichts. Der Unterschied steckt in der Anschaffung: Der Zettle Reader 2 kostet 29 €, das günstigste SumUp-Gerät (Solo Lite) 39 €. Der ready2order readyMini rechnet mit 1,23 % zwar etwas weniger pro Transaktion ab, kostet mit 279 € in der Anschaffung aber fast das Zehnfache.
Was das konkret bedeutet, zeigt eine Beispielrechnung mit 3.000 € Kartenumsatz im Monat:
- Zettle: 3.000 € × 1,39 % = 41,70 € im Monat
- SumUp Standard: 3.000 € × 1,39 % = 41,70 € im Monat
Auf den Cent dasselbe Ergebnis, und zwar bei jedem Umsatz und jedem Kartenmix. Zwischen Zettle und SumUp Standard entscheidet nicht mehr die Gebühr, sondern was drumherum passiert: Gerätepreis, Kassen-App und Ökosystem. Für Zettle sprechen die 10 € Ersparnis beim Reader, die kostenlosen Grundfunktionen der Kassen-App und die enge Anbindung an PayPal, falls du dort ohnehin Zahlungen abwickelst. Wie sich die einzelnen Gebührenarten bei Kartenzahlungen generell zusammensetzen, erklären wir ausführlich im Ratgeber zu den Gebühren bei Kartenzahlung.
Die Preisänderung 2025: Was sich geändert hat
Falls du Zettle von früher kennst oder in älteren Vergleichen von zwei unterschiedlichen Sätzen gelesen hast: Das war einmal. Bis Juli 2025 berechnete Zettle 0,95 % auf Debitkarten und 2,75 % auf Kreditkarten. Seit dem 17.07.2025 gilt einheitlich 1,39 % für alle Kartenarten.
Für dich heißt das je nach Zahlungsprofil zweierlei. Betriebe mit fast reinem girocard-Publikum zahlen heute mehr als vor der Umstellung, denn aus 0,95 % wurden 1,39 %. Betriebe mit vielen Kreditkarten-Zahlungen fahren dagegen deutlich besser, weil der alte Spitzensatz von 2,75 % komplett weggefallen ist. Wer sich damals wegen der günstigen Debit-Konditionen für Zettle entschieden hat, sollte die eigene Rechnung einmal neu aufmachen. Der Rechner oben nimmt dir das ab. Und wenn dir irgendwo noch die alten Sätze begegnen, etwa in Foren oder älteren Testberichten: Die sind schlicht veraltet.
Die weiteren Grenzen
Neben den Gebühren gibt es zwei strukturelle Punkte, die du kennen solltest, bevor du dich für Zettle entscheidest.
Erstens das Umsatz-Thema, das alle Kaufgeräte ohne Grundgebühr betrifft: Ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat lohnen sich Modelle mit Grundgebühr und niedrigeren Prozentsätzen generell mehr als reine Kauf-Geräte. Die Logik dahinter: Je höher dein Umsatz, desto stärker schlagen die prozentualen Gebühren zu Buche, während sich eine feste Monatsgebühr über viele Transaktionen verteilt. Wächst dein Geschäft, solltest du die Rechnung regelmäßig neu aufmachen. Eine Entscheidungshilfe dazu findest du in unserem Ratgeber EC-Terminal mieten oder kaufen.
Zweitens die Technik: Der Zettle Reader 2 ist kein eigenständiges Terminal, er braucht dein Smartphone oder ein WLAN, um Zahlungen abzuwickeln. Für einen Marktstand mit stabilem Handynetz ist das kein Problem, in einem Kellerladen mit schlechtem Empfang oder bei leerem Handy-Akku wird es kritisch. Plane also vorher, wie stabil deine Verbindung am Einsatzort tatsächlich ist, und halte im Zweifel eine zweite Verbindungsmöglichkeit bereit. Wenn du wissen willst, welche mobilen Reader es gibt und wie sie sich bei der Verbindung unterscheiden, hilft dir der Überblick zu mobilen Kartenlesegeräten.
Für wen Zettle passt und für wen nicht
Fassen wir die Rechnung zusammen. Bei den Transaktionsgebühren liegt Zettle exakt gleichauf mit SumUp Standard, die Entscheidung fällt über Gerätepreis, Kassen-App und Ökosystem.
Zettle passt zu dir, wenn:
- du mit minimalen Einstiegskosten starten willst (29 € einmalig, 0 € monatlich, der niedrigste Gerätepreis in unserem Vergleich)
- dein Kartenumsatz unter etwa 2.000 € im Monat liegt
- du keine Vertragsbindung eingehen möchtest, etwa als Saisonbetrieb oder Gründer
- du ohnehin im PayPal-Umfeld arbeitest und eine enge Anbindung an PayPal schätzt
- dir kostenlose Kassen-App-Grundfunktionen für den Anfang reichen
Zettle passt eher nicht zu dir, wenn:
- dein Kartenumsatz deutlich über 2.000 € im Monat liegt und ein Grundgebühr-Modell rechnerisch günstiger wäre
- du gezielt einen niedrigeren Satz als 1,39 % suchst und dafür einen höheren Gerätepreis oder eine Grundgebühr in Kauf nimmst
- du ein eigenständiges Terminal ohne Smartphone-Abhängigkeit brauchst
- du planbare Fixkosten statt schwankender Prozent-Gebühren bevorzugst
Gehörst du zur ersten Gruppe, kannst du dir die aktuellen Konditionen direkt bei PayPal Zettle ansehen. Passt eher die zweite Gruppe zu dir, findest du passende Kandidaten in unserer Übersicht der SumUp-Alternativen oder im großen EC-Kartenlesegerät-Vergleich.
Häufige Fragen zu PayPal Zettle
Was kostet PayPal Zettle?
Der Zettle Reader 2 kostet 29 € einmalig, das ist der niedrigste Gerätepreis in unserem Vergleich. Eine Monatsgebühr gibt es nicht. Danach zahlst du pro Transaktion einheitlich 1,39 %, unabhängig von der Kartenart. Die Gesamtkosten hängen damit fast vollständig von deinem Kartenumsatz ab, der Kartenmix spielt keine Rolle mehr. Stand der Daten: 03.07.2026.
Welche Gebühren hat Zettle bei Kreditkarten?
Seit dem 17.07.2025 gilt für Kreditkarten derselbe Satz wie für alle anderen Karten: 1,39 % pro Zahlung. Die frühere Aufteilung in 0,95 % für Debitkarten und 2,75 % für Kreditkarten hat PayPal abgeschafft. Zum Einordnen: SumUp Standard liegt ebenfalls bei 1,39 % für alle Kartenarten, ready2order beim readyMini bei 1,23 %.
Braucht Zettle einen Vertrag?
Nein, eine Vertragsbindung gibt es bei Zettle nicht. Du zahlst 0 € Grundgebühr, es gibt keine Mindestlaufzeit und keine Kündigungsfrist. Du kaufst den Reader für 29 € und kannst die Nutzung jederzeit beenden oder pausieren, etwa als Saisonbetrieb. Das macht Zettle besonders für den risikofreien Einstieg in die Kartenzahlung interessant.
Funktioniert Zettle ohne PayPal-Konto?
Zettle gehört zu PayPal und läuft über das PayPal-Ökosystem, Anmeldung und Abwicklung sind entsprechend eng mit PayPal verzahnt. Wie genau Konto-Anbindung und Registrierung in deinem Fall ablaufen, klärst du am besten direkt beim Anbieter, bevor du den Reader bestellst. Fest steht: Ohne Berührung mit der PayPal-Welt kommst du bei Zettle nicht aus.