3.07.2026 · Von Christian Jansen
Future Payments: Konditionen und echte Monatskosten im Check

Kurz zusammengefasst:
- Future Payments ist ein Hamburger Terminal-Spezialist (am Markt seit 2004) mit dem niedrigsten girocard-Satz unter den acht hier verglichenen Anbietern: 0,24 % girocard, 0,85 % Kreditkarte, Grundgebühr ab 12,50 € im Monat (Terminal DESK 5000) bei 24 Monaten Laufzeit.
- Das rechnet sich vor allem bei girocard-lastiger Kundschaft ab rund 1.700 € Kartenumsatz im Monat; bei 8.000 € zahlst Du insgesamt 62,31 € im Monat (effektiv 0,78 %) und liegst damit unter der PAYONE All Card Flat (66,90 €) und ZahlungsWERK (67,70 €).
- Zwei Haken: Die Website-Sätze sind Schaufenster-Konditionen, verbindlich wird erst Dein Individualangebot, und die Mindestgebühr ab 0,04 € pro Zahlung wirkt bei kleinen Bons wie ein zweites Disagio.
- Zu wenige öffentliche Bewertungen für ein belastbares Bild: kein Trustpilot-Profil, das ProvenExpert-Profil steht auf null Bewertungen (Stand Juli 2026); die wenigen Google-Stimmen loben den persönlichen Service, taugen als Einzelstimmen aber nicht als Score.
- Auf dem Papier liegen die Sätze vorn, belastbar wird das erst mit dem konkreten Angebot in Deiner Hand.
Wer die Gebührenseiten der Kartenzahlungs-Anbieter nebeneinanderlegt, stolpert bei Future Payments über eine Zahl: 0,24 % auf girocard. Future Payments fährt das klassische Acquirer-Modell: sehr niedrige Prozent-Sätze auf den Kartenumsatz, dafür eine monatliche Grundgebühr, eine Transaktionsgebühr pro Zahlung und 24 Monate Vertragslaufzeit. Ob diese Rechnung für Dich aufgeht, hängt von Deinem Umsatz ab, und mehr als Du denkst auch von Deiner Bon-Höhe. Wir haben nachgerechnet, mit Stand 03.07.2026.
Kostenrechner
Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?
Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.
Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren, Gerätepreis anteilig auf 24 Monate umgelegt. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.
Das Future-Payments-Modell: niedrige Sätze, feste Nebenkosten

Die Kostenlogik setzt sich aus einer monatlichen Grundgebühr für das Terminal, einem einmaligen Gerätepreis und dem Disagio auf den Kartenumsatz zusammen. Dazu kommt eine Transaktionsgebühr ab 0,04 € pro Zahlung. Beim Disagio unterscheidet Future Payments nach Kartenart: girocard und Debit kosten 0,24 %, Kreditkarten 0,85 %. Die 0,24 % auf girocard sind der niedrigste girocard-Satz in unserem gesamten Vergleichsfeld. Zur Einordnung: SumUp Standard berechnet 1,39 % auf alle Karten, PAYONE Classic 0,26 % auf girocard.
Die 0,04 € pro Transaktion sind laut Anbieter eine Mindestgebühr, also ein „ab“-Preis, das solltest Du bei Deiner Kalkulation im Kopf behalten. Und die Konditionen auf der Website sind Schaufenster-Konditionen: Dein tatsächlicher Vertrag entsteht erst im Individualangebot und kann von diesen Sätzen abweichen. Beide Punkte nehmen wir uns weiter unten noch ehrlich vor.
Bei der Hardware setzt Future Payments auf zwei Ingenico-Klassiker, die seit Jahren an deutschen Kassen stehen: das mobile MOVE 5000 und das stationäre DESK 5000. Drei Varianten stehen zur Auswahl, alle mit 24 Monaten Laufzeit:
| Gerät | Einsatz | Grundgebühr/Monat | Gerätepreis einmalig |
|---|---|---|---|
| DESK 5000 | Stationär an der Kasse | 12,50 € | 9,95 € |
| MOVE 5000 | Mobil mit WLAN | 16,95 € | 24,95 € |
| MOVE 5000 mit SIM | Mobil mit SIM-Karte | 18,90 € | 24,95 € |
Für alle drei gelten dieselben Transaktionskonditionen: 0,24 % girocard, 0,85 % Kreditkarte, plus mindestens 0,04 € pro Zahlung. Für den festen Kassenplatz ist das DESK 5000 die günstigste Basis, mobil zahlst Du 4,45 € bis 6,40 € mehr im Monat.
Was das in echten Zahlen heißt
Niedrige Prozent-Sätze klingen gut. Erst die Gesamtrechnung zeigt aber, ob sie die Fixkosten aufwiegen. Wir rechnen zwei Szenarien mit dem DESK 5000 durch und legen den einmaligen Gerätepreis von 9,95 € auf die 24 Monate Laufzeit um, das sind rund 0,41 € pro Monat. Als Kartenmix nehmen wir 60 % girocard und 40 % Kreditkarte an, als durchschnittlichen Bon 30 €. Liegt Dein Mix anders, verschieben sich die Ergebnisse entsprechend.
Szenario 1: 2.000 € Kartenumsatz im Monat
Bei 2.000 € Umsatz und 30 € Durchschnittsbon fallen 67 Transaktionen an. Die Rechnung: 1.200 € girocard-Umsatz kosten 2,88 € (0,24 %), 800 € Kreditkarten-Umsatz kosten 6,80 € (0,85 %), die 67 Transaktionen schlagen mit 2,68 € zu Buche (je 0,04 €). Dazu kommen 12,50 € Grundgebühr und 0,41 € umgelegter Gerätepreis. Macht zusammen 25,27 € im Monat. Zum Vergleich: SumUp Standard kommt beim selben Umsatz auf 27,80 €, ZahlungsWERK auf 26,30 €. Future Payments liegt in diesem Rechenbeispiel schon bei 2.000 € Umsatz vorn, wenn auch knapp und um den Preis der 24-Monats-Bindung.
Szenario 2: 8.000 € Kartenumsatz im Monat
Bei 8.000 € Umsatz sind es 267 Transaktionen. Die Posten: 11,52 € Disagio auf 4.800 € girocard, 27,20 € auf 3.200 € Kreditkarte, 10,68 € Transaktionsgebühren, 12,50 € Grundgebühr, 0,41 € Gerät. Gesamt: 62,31 € im Monat, das entspricht effektiv 0,78 % vom Umsatz. Die PAYONE All Card Flat liegt beim selben Umsatz bei 66,90 € (60 Monate Laufzeit), ZahlungsWERK bei 67,70 €, SumUp Standard bei 111,20 €. Je mehr Umsatz über das Terminal läuft, desto stärker spielt das Acquirer-Modell seine niedrigen Sätze aus, denn die Fixkosten von 12,91 € bleiben gleich, während die Konkurrenz prozentual mitwächst. Wie sich Disagio, Grundgebühr und Transaktionsgebühren generell zusammensetzen, erklären wir im Ratgeber zu den Gebühren bei Kartenzahlung.
Was für Future Payments spricht
- Der günstigste girocard-Satz in unserem Vergleich. 0,24 % auf girocard unterbietet alle anderen von uns gelisteten Tarife, auch den PAYONE Classic mit 0,26 %. Da girocard in vielen deutschen Läden den Großteil der Kartenzahlungen ausmacht, wirkt dieser Satz überproportional auf Deine Gesamtkosten.
- Bei hohem Umsatz zieht das Modell davon. In unserem 8.000-€-Szenario liegt Future Payments mit 62,31 € rund 4,60 € unter der PAYONE All Card Flat und fast 50 € unter SumUp Standard. Ab dieser Größenordnung sind die Fixkosten praktisch bedeutungslos.
- Moderate Einstiegskosten für die Hardware. 9,95 € einmalig für das DESK 5000 sind ein symbolischer Betrag. Auch die 24,95 € für die MOVE-Varianten binden kaum Kapital. Zum Vergleich: Ein SumUp Solo kostet 79 € im Kauf.
- Bewährte Terminal-Klassiker. MOVE 5000 und DESK 5000 von Ingenico gehören zu den verbreitetsten Terminals im deutschen Handel, mit etablierter Kassen- und Bondrucker-Anbindung.
Die aktuellen Konditionen und den Angebotsprozess findest Du direkt bei Future Payments.
Die ehrlichen Gegenpunkte
Ein Tarif, der in beiden Rechenbeispielen gut abschneidet, verdient trotzdem den kritischen Blick. Vier Punkte solltest Du kennen, bevor Du unterschreibst:
- Die Website-Sätze sind Schaufenster-Konditionen. Future Payments wirbt mit All-in-Preisen, die finalen Konditionen bekommst Du aber erst im Individualangebot. Das ist im Acquirer-Geschäft üblich, heißt für Dich aber: Rechne nicht mit den 0,24 % und 0,85 %, bevor sie in Deinem konkreten Angebot stehen.
- Die 0,04 € sind eine Mindestgebühr, und sie frisst bei kleinen Bons den Vorteil auf. Bei 30 € Durchschnittsbon entsprechen 0,04 € rund 0,13 % Zusatzkosten, verkraftbar. Bei einem Durchschnittsbon von 15 € sind dieselben 0,04 € aber schon 0,27 % obendrauf, mehr als der girocard-Satz selbst. Verkaufst Du viele Kaffees, Backwaren oder Kleinteile, rechne die Transaktionsgebühr unbedingt mit ein, und kläre im Angebot, welcher Betrag bei Dir tatsächlich gilt.
- 24 Monate Laufzeit sind 24 Monate Laufzeit. Läuft Dein Geschäft schlechter als geplant oder gibst Du den Standort auf, zahlst Du die Grundgebühr weiter. Miet-Modelle mit monatlicher Kündbarkeit oder Kauf-Geräte ohne Grundgebühr lassen Dir hier mehr Luft. Die Grundsatzentscheidung dahinter beleuchten wir im Ratgeber EC-Terminal mieten oder kaufen.
- Unter niedrigem Umsatz kippt die Rechnung. Die rund 12,91 € Fixkosten (Grundgebühr plus umgelegter Gerätepreis) laufen auch im Null-Umsatz-Monat weiter. In unseren Rechenbeispielen schlägt Future Payments die Kauf-Geräte ohne Grundgebühr ab grob 1.700 € Kartenumsatz im Monat, bei unserem angenommenen Kartenmix und 30 € Bon. Darunter fährst Du mit einem Gerät ohne Fixkosten günstiger.
Für wen Future Payments passt
Die Kombination aus Umsatzhöhe und Bon-Größe ist die Entscheidungslinie in diesem Check. Daraus ergeben sich zwei klare Profile:
Future Payments passt zu Dir, wenn:
- Du stabil über 2.000 € Kartenumsatz im Monat liegst, denn ab dort überkompensieren die niedrigen Sätze die Fixkosten deutlich
- Deine Kundschaft überwiegend mit girocard zahlt und Dein Durchschnittsbon eher bei 30 € oder darüber liegt
- Du ein planbares Ladengeschäft mit festem Standort betreibst und die 24 Monate Laufzeit kein Risiko darstellen
- Du bereit bist, ein Individualangebot einzuholen und die Konditionen darin gegen die Website-Sätze zu prüfen
Future Payments passt eher nicht zu Dir, wenn:
- Dein Kartenumsatz regelmäßig unter etwa 1.700 € im Monat liegt oder stark schwankt
- Dein Geschäft von Klein-Transaktionen lebt, denn bei 15 € Durchschnittsbon wirkt die Mindestgebühr wie ein zweites Disagio
- Du Dich nicht 24 Monate binden willst, etwa als Gründer in der Testphase oder mit Saisongeschäft
- Du einen sofort abschließbaren Online-Tarif ohne Angebotsprozess bevorzugst
Wie sich Future Payments gegen die anderen Acquirer und Flat-Anbieter schlägt, siehst Du gesammelt in unserem Kartenzahlung-Anbieter-Vergleich. Passt das Profil, holst Du Dir Dein Angebot direkt bei Future Payments.
Häufige Fragen zu Future Payments
Was kostet Future Payments im Monat?
Die Grundgebühr liegt je nach Terminal zwischen 12,50 € (DESK 5000 stationär) und 18,90 € (MOVE 5000 mit SIM), dazu kommen einmalig 9,95 € bis 24,95 € für das Gerät. Auf den Umsatz zahlst Du 0,24 % bei girocard und 0,85 % bei Kreditkarten, plus mindestens 0,04 € pro Transaktion. In unserem Rechenbeispiel mit dem DESK 5000 landest Du bei 2.000 € Kartenumsatz bei 25,27 € im Monat, bei 8.000 € Umsatz bei 62,31 € (Stand 03.07.2026, Kartenmix 60 % girocard / 40 % Kredit, Bon 30 €).
Was bedeutet die Mindestgebühr von 0,04 € pro Transaktion?
Future Payments berechnet pro Kartenzahlung eine Transaktionsgebühr ab 0,04 €. Das ist ein Mindestwert, kein Festpreis, welcher Betrag für Dich gilt, steht erst im Individualangebot. Für Deine Kalkulation zählt vor allem die Bon-Größe: Bei 30 € Durchschnittsbon entsprechen 0,04 € etwa 0,13 % Zusatzkosten, bei 15 € Bon schon rund 0,27 %.
Sind die Konditionen auf der Website verbindlich?
Nein. Die Sätze auf der Gebührenseite von future-payments.de sind der beworbene Rahmen, Dein tatsächlicher Vertrag entsteht im Individualangebot und kann davon abweichen. Halte deshalb jede Position im Angebot gegen die Website-Konditionen, bevor Du unterschreibst.
Welche Terminals bietet Future Payments?
Zwei Ingenico-Klassiker in drei Varianten: das stationäre DESK 5000 (12,50 € pro Monat, 9,95 € einmalig) sowie das mobile MOVE 5000 mit WLAN (16,95 € pro Monat) oder mit SIM-Karte (18,90 € pro Monat), jeweils 24,95 € einmalig. Alle Verträge laufen 24 Monate.
Ab welchem Umsatz lohnt sich Future Payments?
In unseren Rechenbeispielen ab grob 1.700 € Kartenumsatz im Monat, bei 60 % girocard-Anteil und 30 € Durchschnittsbon. Ab dieser Marke schlagen die niedrigen Prozent-Sätze die Fixkosten von rund 12,91 €. Je höher Dein Umsatz, desto deutlicher der Vorsprung: Bei 8.000 € liegt Future Payments in unserem Vergleich vor der PAYONE All Card Flat. Bei kleinen Bons oder unter 1.700 € Umsatz dreht sich das Bild.