So vergleichen wir

Wer ein Kartenlesegerät sucht, findet im Netz vor allem zwei Sorten von Seiten: Anbieter, die ihr eigenes Produkt empfehlen, und Vergleichsportale, die ihren Rechenweg nicht zeigen. Bei uns läuft das anders. Auf dieser Seite steht, wie unser Kostenrechner rechnet, woher die Zahlen kommen und womit wir Geld verdienen, damit du selbst beurteilen kannst, ob du unseren Ergebnissen traust.

Wie der Rechner rechnet

Die Werbebotschaften der Anbieter klingen simpel: „Gerät ab 29 Euro“ oder „nur 0,79 Prozent Gebühr“. Was Kartenzahlung dich im Monat tatsächlich kostet, hängt aber vom Zusammenspiel mehrerer Posten ab. Diese addiert unser Rechner:

Die Summe dieser Posten ist die Monatszahl, nach der wir sortieren. Bei Flatrate-Tarifen mit Umsatzstaffeln gilt der Preis der Stufe, in die dein Umsatz fällt. Liegt dein Umsatz über der höchsten Stufe eines Tarifs, blenden wir ihn lieber aus, als Überschreitungsgebühren zu schätzen. Und jede Ergebniskarte hat einen aufklappbaren Rechenweg, in dem sich alle Posten nachprüfen lassen.

Was daneben steht, nicht im Preis

Drei Arten von Kosten rechnen wir bewusst nicht in die Monatszahl ein, weil wir dafür etwas erfinden müssten. Sie verschwinden deshalb nicht, sondern stehen unter der jeweiligen Ergebniskarte in eigenen Blöcken.

Dazu kommt ein vierter Block: „Beachte“. Dort steht, was sich überhaupt nicht beziffern lässt, weil der Anbieter keinen Betrag nennt, und was man trotzdem vor der Unterschrift wissen sollte.

Keiner dieser Blöcke verändert die Reihenfolge. Sortiert wird allein nach dem belegten Monatspreis. Das ist Absicht: Sonst würde unsere Annahme darüber entscheiden, wer oben steht.

Wo wir schätzen, und was wir dann annehmen

An einer Stelle kommen wir ohne Annahme nicht aus. Ob eine Zahlung mit einer normalen Kreditkarte, einer Firmenkarte oder einer ausländischen Karte hereinkommt, weiß nur dein Kassenbuch. Die Aufschläge dafür unterscheiden sich aber deutlich, und sie einfach wegzulassen würde jeden Vertragstarif zu günstig aussehen lassen.

Deshalb fragt der Rechner unter „Feineinstellungen“ nach deiner angenommenen Kundenstruktur und verteilt damit den Teil deines Umsatzes, der nicht über girocard läuft:

Diese drei Verteilungen sind Erfahrungswerte, keine Messung. Wir schreiben sie hier hin, damit du sie einordnen und im Zweifel selbst nachrechnen kannst. Sie verschieben die Kosten spürbar: Wer viele Firmenkunden bedient, zahlt bei manchen Anbietern deutlich mehr, als die beworbene Prozentzahl vermuten lässt.

Wenn uns eine Angabe fehlt

Nicht jeder Anbieter veröffentlicht alles. Manchmal steht ein Mindestbetrag pro Zahlung schlicht nirgends. Dann tragen wir ihn nicht ein, und wir raten ihn auch nicht.

Für dich sichtbar wird das am Preis selbst. Steht dort ein „ab“, fehlt uns eine Angabe, die deine Kosten erhöhen könnte. Welche das ist, sagt der Block „Beachte“ am Ende der Karte. Wir fragen bei den Anbietern nach; sobald eine belastbare Antwort da ist, wird aus dem „ab“ ein Preis.

Warum girocard bei uns keine eigene Kategorie ist

Manche Anbieter verarbeiten keine eigenständigen girocard-Zahlungen, sondern nur die internationalen Kartensysteme. Bis August 2026 haben wir das gekennzeichnet und zum Filter gemacht. Das haben wir zurückgenommen, weil es an der Kasse keinen Unterschied macht.

Deutsche Banken geben ihre Karten heute weit überwiegend mit einer zweiten Marke aus, meist Visa Debit oder Mastercard Debit. Dieselbe Karte funktioniert also so oder so, nur läuft die Zahlung dann über das andere Verfahren. Für Dich als Händler ändert sich am Vorgang nichts, und für Deine Kundschaft erst recht nicht.

Deshalb rechnen wir jeden Tarif mit dem regulären Debitkarten-Satz. Der Regler „Anteil girocard / Debit“ verteilt Deinen Umsatz bei allen Anbietern gleich, ohne Sonderweg. Eine Kennzeichnung, die im Preis keine Rolle spielt, hätte am Ende nur eine Unterscheidung suggeriert, die es für Dich nicht gibt.

Woher die Zahlen kommen

Alle Konditionen pflegen wir redaktionell aus den Preislisten und Vertragsunterlagen der Anbieter. Wo Werbeseite und Vertragsbedingungen sich widersprechen, gilt bei uns der Vertrag. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Wir haben Fälle gefunden, in denen eine Produktseite „keine Vertragsbindung“ verspricht, während die Geschäftsbedingungen 48 Monate nennen, und Fälle, in denen „kein Mindestumsatz“ beworben wird, obwohl der Vertrag eine Strafgebühr vorsieht.

Bei Angaben, die dich richtig Geld kosten können, etwa Laufzeit, Mindestumsatz oder Preise, verlangen wir deshalb einen Beleg aus den Vertragsunterlagen. Finden wir nur eine Werbeaussage, kennzeichnen wir das, statt sie als geprüft auszugeben.

Trotzdem gilt: Manchmal ändern Anbieter ihre Konditionen schneller, als wir prüfen können. Verbindlich ist immer der Preis auf der Anbieterseite in dem Moment, in dem du bestellst. Fällt dir eine Abweichung auf, schreib uns. Solche Hinweise bringen den Datensatz am schnellsten voran.

Aktionsangebote

Grundsätzlich rechnen wir mit Standardkonditionen. Ein Rabatt für drei Monate sagt nichts über deine Kosten im zweiten Jahr aus.

Es gibt eine Ausnahme, und die machen wir sichtbar: Wenn ein Anbieter ausschließlich einen Aktionspreis veröffentlicht und gar keinen Standardpreis nennt, zeigen wir den Aktionspreis und schreiben sein Enddatum in den Tarifnamen. Die Alternative wäre, den Anbieter ganz wegzulassen, und das fänden wir weniger hilfreich. Achte in solchen Fällen darauf, was nach dem genannten Datum gilt, und frag im Zweifel beim Anbieter nach.

Warum wir keinen Testsieger küren

Viele Seiten schmücken sich mit einem „Testsieger“. Dabei hat die Stiftung Warentest Zahlungsterminals für Händler bisher gar nicht getestet. Wer dir einen offiziellen Testsieger verspricht, verkauft dir also ein Etikett ohne Inhalt.

Der ehrliche Grund, warum wir kein einzelnes Gerät zum Sieger erklären: Es gibt keinen Tarif, der für alle der günstigste ist. Ein Kartenleser ohne Grundgebühr gewinnt bei kleinem Umsatz, verliert aber deutlich, sobald mehr Kartenzahlungen zusammenkommen. Ab grob 2.000 Euro Kartenumsatz im Monat schlagen Vertragsmodelle mit niedrigem Disagio die vermeintlich billigen Geräte ohne Fixkosten. Genau deshalb steht bei uns ein Rechner an erster Stelle und keine Bestenliste. Die Reihenfolge ergibt sich aus deinen Zahlen, nicht aus unserer Meinung.

Womit wir Geld verdienen

Einige Links zu Anbietern sind Partner-Links. Schließt du darüber einen Vertrag ab, erhalten wir eine Vergütung dafür. Am Preis ändert das für dich nichts.

Drei Regeln gelten dabei ohne Ausnahme:

Fehler gefunden?

Veraltete Gebühr, kaputter Link, unklare Formulierung: Schreib uns über das Impressum. Wir prüfen jeden Hinweis und korrigieren zeitnah.