2.07.2026 · Von Christian Jansen

EC-Kartenlesegerät Vergleich: 9 Anbieter und ihre echten Kosten

Kurz zusammengefasst:

  • Der Gerätepreis (ab 29 € einmalig) fällt bei den Gesamtkosten am wenigsten ins Gewicht.
  • Entscheidend sind Disagio (der Prozentsatz pro Kartenzahlung), Grundgebühr und Transaktionsgebühren.
  • Unter grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat ist ein Kauf-Terminal ohne Grundgebühr (SumUp, Zettle, speedy pay start) flexibler und meist günstiger, darüber schlagen Miet- und Vertragsmodelle mit niedrigem Disagio.
  • Ein Beispiel: Bei 8.000 € Kartenumsatz im Monat kostet Dich Future Payments mit dem Desk 5000 rund 47,71 € im Monat (dafür 24 Monate Laufzeit laut Anbieter, ohne eingetragene Laufzeit 60 laut AGB), ZahlungsWERK 67,70 €, die PAYONE All Card Flat 76,90 € und SumUp Standard rund 113 €, also rund 65 € mehr als Future Payments.

Ein EC-Kartenlesegerät bekommst du heute schon ab 29 € einmalig, bei manchen Anbietern steckt das Terminal sogar komplett in der Monatsmiete. Trotzdem zahlen viele kleine Betriebe Monat für Monat deutlich mehr für Kartenzahlung als nötig. Der Grund dafür ist simpel: Der Gerätepreis ist der kleinste Kostenfaktor, entscheidend sind Disagio, Grundgebühr und Transaktionsgebühren. In diesem EC-Kartenlesegerät Vergleich stellen wir neun Anbieter nebeneinander, rechnen zwei typische Szenarien durch und zeigen dir, welches Modell zu deinem Umsatz passt.

Kostenrechner

Was kostet Kartenzahlung bei deinem Umsatz?

8.000 €
35 €
70 % girocard

Der Rest läuft als Kreditkarte. Im deutschen Handel sind 60–80 % girocard typisch.

Gerätetyp
Vertragsbindung
Feineinstellungen
Ich rechne über 24 Monate

Legt fest, über wie viele Monate Geräte- und Anschlussgebühren umgelegt werden.

Angenommene Kundenstruktur

Eine Annahme, keine Messung deines tatsächlichen Kartenmix: Sie verteilt nur den Nicht-girocard-Anteil auf Kreditkarte, Firmenkarte und Karten von außerhalb des EWR. Details auf der Methodik-Seite.

    Steht „ab" vor dem Preis, fehlt uns eine Angabe, die ins Gewicht fällt. Am häufigsten ist das die Mindestgebühr je Kartenzahlung oder pro Monat, dazu kommen der Aufschlag für Firmenkarten und der Aufschlag für Karten von außerhalb des EWR. Diese Angaben veröffentlicht längst nicht jeder Anbieter. Wir schätzen sie nicht, sondern fragen bei den Anbietern nach; wie wir damit umgehen, steht unter So vergleichen wir.

    Gesamtkosten pro Monat = Grundgebühr + Disagio auf deinen Kartenmix + Transaktionsgebühren + feste Monats- und Jahresgebühren, dazu Gerätepreis und Anschlussgebühr anteilig auf den gewählten Betrachtungszeitraum umgelegt (Vorgabe 24 Monate, einstellbar unter Feineinstellungen). Bleibt dein Umsatz unter dem Mindestumsatz eines Tarifs, rechnen wir die Gebühr dafür anteilig mit. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand der Konditionen siehe Anbieterseite.

    EC-Kartenlesegerät: Was du wirklich vergleichst

    Kurz zur Begriffsklärung, weil sich der alte Name hartnäckig hält: Die klassische EC-Karte gibt es seit Jahren nicht mehr, sie heißt heute girocard. Wenn du nach einem EC-Kartenlesegerät suchst, meinst du also ein Terminal, das girocard, Debitkarten und Kreditkarten akzeptiert. Für deinen Vergleich ändert das nichts am Prinzip, erklärt aber, warum Anbieter in ihren Preislisten von girocard-Disagio sprechen.

    Wichtiger ist die zweite Unterscheidung: Du vergleichst nicht ein Gerät, sondern ein Gesamtpaket aus Gerät und Tarif. Die laufenden Kosten setzen sich aus bis zu vier Bausteinen zusammen:

    Ein Terminal ohne Grundgebühr mit 1,39 % Disagio kann bei wenig Umsatz die günstigste Lösung sein und bei viel Umsatz plötzlich die teuerste. Deshalb steht der Kostenrechner oben nicht zufällig an erster Stelle: Erst mit deinem Kartenumsatz, deinem girocard-Anteil und deinem Durchschnittsbon wird aus der Preisliste eine ehrliche Monatsrechnung. Wie sich die einzelnen Gebührenarten im Detail zusammensetzen und wo sich Anbieter gern versteckte Posten erlauben, erklären wir ausführlich im Ratgeber zu den Gebühren bei Kartenzahlung.

    Alle Anbieter im Vergleich

    Die folgende Tabelle zeigt alle neun Anbieter aus unserem EC-Kartenlesegerät Vergleich mit den Konditionen zum Stand Juli 2026, SumUp und PAYONE geprüft am 17.09.2026, PayPal Zettle am 18.09.2026. Bei Anbietern mit mehreren Tarifen nennen wir den jeweils charakteristischen Tarif und gehen auf die Varianten im Anschluss ein.

    Anbieter Gerät einmalig Grundgebühr/Monat girocard Kreditkarte Bindung
    SumUp 34 € (Solo Lite) / 79 € (Solo), netto 0 € 1,39 % 1,39 % keine
    PayPal Zettle 29 € netto (PayPal Reader) 0 € 1,39 % 1,39 % keine
    speedy pay (start) ab 79,95 € (A920) 0 € 1,39 % 1,39 % keine
    ready2order readyMini 279 € netto 0 € 1,23 % 1,23 % keine
    ZahlungsWERK 0 € (Miete) ab 12,50 € (stationär) / ab 15,50 € (mobil) 0,69 % 0,69 % 48 Monate (laut AGB)
    PAYONE Classic 50 € ab 12,90 € (stationär) / ab 15,90 € (mobil) 0,26 % + 0,08 €/Trans. 1,49 % + 0,08 €/Trans. variabel (laut Angebot)
    PAYONE All Card Flat 0 € (inklusive) Flatrate nach Umsatz inklusive inklusive Laufzeitvertrag (z. B. 60 Monate)
    Future Payments 9,95 € (Desk 5000) / 24,95 € (Move 5000) 12,50 € / 16,95 € 0,24 % (mind. 0,04 €/Trans.) 0,89 % (mind. 0,04 €/Trans.) 24 Monate laut Anbieter, 60 laut AGB ohne eigenen Eintrag
    Nexi SmartPay 0 € (inklusive) 15 € (inkl. Terminal) 1,19 % (Aktion bis 30.09.2026) 1,19 % (Aktion bis 30.09.2026) 48 Monate

    Ein paar Hinweise zum Lesen der Tabelle. SumUp bietet zusätzlich das Abo Zahlungen Plus (früher SumUp One) für 19 €/Monat an, damit sinkt das Disagio auf 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten; Premium-Karten, American Express und internationale Karten kosten dort 1,39 %. speedy pay hat neben dem Tarif start noch den Tarif classic: 24,95 € einmalig plus 9,95 €/Monat, dafür nur 0,25 % auf girocard, 0,89 % auf Debitkarten und 1,19 % auf Kreditkarten, jeweils plus 0,079 € pro Transaktion. Bei der PAYONE All Card Flat richtet sich der Monatspreis nach deinem Kartenumsatz, bei 60 Monaten Laufzeit zum Beispiel 29,90 €/Monat bis 1.000 € Umsatz, 39,90 € bis 3.000 €, 76,90 € bis 9.000 € und 153,90 € bis 20.000 €. Ein mobiles Gerät kostet dort 3 € (WLAN) bzw. 8 € (SIM) Aufpreis im Monat. Und noch ein Wort zu Nexi SmartPay: Die 1,19 % sind ein Aktionssatz für girocard, Visa und Mastercard, buchbar bis zum 30.09.2026, mit 48 Monaten Laufzeit. Laut Preisverzeichnis kommen ein Mindest-Transaktionsentgelt von 0,40 € pro Zahlung und eine Monatspauschale von 2,99 € hinzu.

    Die Tabelle zeigt schon das Grundmuster des Marktes: Entweder du zahlst wenig fix und viel prozentual, oder du bindest dich und drückst dafür das Disagio. Welche Seite für dich günstiger ist, hängt fast nur von deinem monatlichen Kartenumsatz ab.

    Welches EC-Kartenlesegerät passt zu welchem Geschäft

    Einen pauschalen Sieger gibt es hier nicht, stattdessen bekommst du drei Profile. Such dir das heraus, das deinem Betrieb am nächsten kommt.

    Profil 1: Wenig Umsatz, saisonal oder gerade erst gestartet

    Du nimmst nur gelegentlich Karten an, etwa auf Märkten, im Nebengewerbe oder in der Gründungsphase? Dann willst du vor allem eines vermeiden: fixe Kosten in Monaten ohne Umsatz. Für Einsteiger mit schwankendem oder geringem Kartenumsatz sind Geräte ohne Grundgebühr und ohne Vertragsbindung die entspannteste Wahl. SumUp (ab 34 € einmalig), PayPal Zettle (29 €) und speedy pay start (ab 79,95 €) funktionieren alle nach demselben Prinzip, du kaufst einmal, zahlst keine Monatsgebühr, und Kosten fallen nur pro Zahlung an. Beim Disagio nehmen sich die drei inzwischen nichts mehr: Zettle rechnet seit Juli 2025 einheitlich 1,39 % auf alle Kartenarten ab, also denselben Satz wie SumUp und speedy pay start. Der frühere girocard-Vorteil von Zettle ist damit Geschichte, dafür bleibt der PayPal Reader mit 29 € netto das Gerät mit dem niedrigsten Einstiegspreis in dieser Gruppe. Die Entscheidung fällt hier also weniger über die laufenden Kosten als über Gerätepreis und Ökosystem.

    Profil 2: Wachsender Betrieb ab etwa 2.000 € Kartenumsatz

    Hier gilt unsere Faustregel: Ab grob 2.000 € Kartenumsatz im Monat schlagen Vertrags- und Miet-Modelle mit niedrigem Disagio die Geräte ohne Grundgebühr. Was sich vorher wie Ballast anfühlte, kauft dir in dieser Phase einen deutlich niedrigeren Prozentsatz. Interessant ist hier vor allem ZahlungsWERK: Verifone-Terminal zur Miete ab 12,50 €/Monat (mobil ab 15,50 €), 0,69 % flat auf alle Kartenarten, laut Anbieter inklusive Interchange- und Scheme-Gebühren. Ein Hinweis dazu, weil die Website etwas anderes nahelegt: Die AGB von ZahlungsWERK nennen in Ziffer 9.2.1 eine Laufzeit von 48 Monaten. Du bekommst also günstige Vertragskonditionen, aber eben auch einen Vertrag. Auch der speedy pay Tarif classic mit 9,95 €/Monat und 0,25 % auf girocard ist ein sauberer Zwischenschritt. Ob du in dieser Phase besser mietest oder kaufst, hängt von deiner Planungssicherheit ab. Die Abwägung findest du im Detail in unserem Ratgeber EC-Terminal mieten oder kaufen.

    Profil 3: Viel Umsatz, stationär, planbares Geschäft

    Läuft dein Laden stabil mit hohem Kartenanteil, lohnt sich der Blick auf klassische Laufzeitverträge. PAYONE Classic drückt das girocard-Disagio auf 0,26 % plus 0,08 € pro Transaktion, verlangt dafür aber ab 12,90 € Terminalmiete im Monat (mobil ab 15,90 €) und einen Vertrag, dessen Laufzeit PAYONE öffentlich nur als variabel angibt. Future Payments liegt mit 0,24 % girocard (mindestens 0,04 € pro Transaktion) in einer ähnlichen Liga, bindet dich laut AGB Paragraf 8.1 aber 60 Monate, wenn im Vertrag keine eigene Laufzeit steht, und damit potenziell am längsten im ganzen Feld. Wer maximale Planbarkeit will, schaut auf die PAYONE All Card Flat: ein fester Monatsbetrag je Umsatzstaffel, Disagio und Transaktionsgebühren komplett inklusive, das stationäre Gerät ebenso. Bei hohem, gleichmäßigem Kartenumsatz ist eine Flatrate oder ein niedriges Vertrags-Disagio fast immer günstiger als jedes Gerät ohne Grundgebühr. Bezahlt wird das mit der Laufzeit, und die solltest du nur unterschreiben, wenn dein Umsatz wirklich planbar ist. Nexi SmartPay ordnet sich mit seiner Aktion dazwischen ein: 1,19 % auf girocard, Visa und Mastercard bei 15 €/Monat inklusive Gerät, buchbar bis zum 30.09.2026, dafür allerdings 48 Monate Laufzeit plus Mindest-Transaktionsentgelt und Monatspauschale laut Preisverzeichnis.

    Zwei Beispielrechnungen

    Zahlen machen den Unterschied greifbarer als jede Tabelle. Wie wir dabei rechnen und warum wir immer mit girocard-Anteil und Durchschnittsbon arbeiten, dokumentieren wir transparent unter So vergleichen wir.

    Beispiel 1: Kleines Geschäft mit rund 1.500 € Kartenumsatz

    Ein Kiosk, ein kleiner Friseursalon oder ein Marktstand mit etwa 1.500 € Kartenumsatz im Monat liegt unterhalb unserer 2.000-€-Faustregel. Hier frisst jede Grundgebühr einen spürbaren Teil des Vorteils auf, den ein niedrigeres Disagio bringt. Die prozentualen Kosten eines Geräts ohne Monatsgebühr bleiben bei diesem Umsatz überschaubar, während ein Laufzeitvertrag mit Grundgebühr und Transaktionsgebühren erst gar nicht in Fahrt kommt. Unterhalb der 2.000-€-Marke fährst du mit einem Kauf-Terminal ohne Grundgebühr in aller Regel entspannter und flexibler. Dazu kommt ein weicher, aber realer Vorteil: Ohne Bindung kannst du beim Wachsen jederzeit in ein Vertragsmodell wechseln, ohne Restlaufzeiten absitzen zu müssen.

    Beispiel 2: 8.000 € Kartenumsatz, 70 % girocard, 35 € Durchschnittsbon

    Jetzt das verifizierte Rechenbeispiel für einen etablierten Betrieb, etwa ein Café oder einen Einzelhändler: 8.000 € Kartenumsatz pro Monat, 70 % davon per girocard, durchschnittlicher Bon 35 €. Das Ergebnis:

    Das einmalig günstige Kauf-Terminal kostet in diesem Szenario Monat für Monat rund 65 € mehr als Future Payments, rund 45 € mehr als ZahlungsWERK und rund 36 € mehr als die Flatrate. Gegenüber Future Payments sind das aufs Jahr rund 780 €. Zwischen ZahlungsWERK und der Flatrate liegen 9,20 € im Monat zugunsten von ZahlungsWERK, aufs Jahr gut 110 €. Den niedrigsten Wert erkauft Future Payments allerdings mit Bedingungen: 24 Monate Laufzeit laut Anbieter, ohne eingetragene Laufzeit 60 laut AGB, ein girocard-Mindestumsatz von 25.000 € im Jahr, den dieser Betrieb mit 67.200 € klar erfüllt und von dem die AGB Aktions-Tarife in Ziffer 8.5 ausdrücklich ausnehmen, und verbindliche Konditionen erst im Individualangebot. Die All Card Flat bietet dafür eine feste Monatszahl ohne Disagio-Rechnerei, bindet dich aber 36 oder 60 Monate, ZahlungsWERK laut AGB 48 Monate. Die Entscheidung fällt also über den Preis, die Laufzeit und darüber, wie viel dir eine fixe Monatspauschale wert ist.

    Häufige Fehler beim EC-Kartenlesegerät Vergleich

    Drei Denkfehler sehen wir immer wieder, und alle drei kosten am Ende bares Geld.

    Fehler 1: Nur auf den Gerätepreis schauen. Ob ein Terminal 29 € oder 279 € kostet, ist nach wenigen Monaten Betriebszeit schlicht egal. Beim 8.000-€-Beispiel oben liegen allein zwischen SumUp Standard und Future Payments rund 65 € pro Monat. Der Einmalpreis des Geräts ist damit schneller egalisiert, als die meisten glauben. Vergleiche darum immer die Gesamtkosten pro Monat bei deinem realen Umsatz, nicht das Preisschild des Geräts.

    Fehler 2: Das Kreditkarten-Disagio übersehen. Viele Anbieter werben mit ihrem girocard-Satz, während der Kreditkartensatz im Kleingedruckten steht. Bei PAYONE Classic liegen zwischen girocard (0,26 %) und Kreditkarte (1,49 %) mehr als 1,2 Prozentpunkte, und selbst im SumUp-Abo Zahlungen Plus kosten Premium-Karten, American Express und internationale Karten mit 1,39 % fast das Doppelte der 0,79 % für inländische EC- und Kreditkarten. Wenn dein Publikum überdurchschnittlich oft mit solchen Karten zahlt, etwa in touristischen Lagen oder im B2B-Umfeld, kann der vermeintlich günstige Anbieter am Monatsende der teure sein. Schätze deinen girocard-Anteil also realistisch ein, bevor du dich festlegst.

    Fehler 3: Aktionspreise mit Standardkonditionen verwechseln. Rabattierte Einstiegspreise, zeitlich begrenzte Disagio-Aktionen oder Gutschriften für die ersten Monate klingen gut, sagen aber nichts über deine Kosten im zweiten Jahr. Gerade bei Verträgen mit 36 bis 60 Monaten Laufzeit zählt ausschließlich der Standardtarif, den du nach Ende der Aktion über Jahre bezahlst. Rechne jeden Vergleich mit den regulären Konditionen, die Aktion ist nur die Kirsche obendrauf.

    Häufige Fragen zum EC-Kartenlesegerät

    Was kostet ein EC-Kartenlesegerät?

    Die Anschaffung beginnt bei 29 € netto einmalig (PayPal Reader von PayPal Zettle, erstes Gerät je neuem Geschäftskunden, jedes weitere 79 € netto) und reicht bis 279 € netto für Kombigeräte wie das ready2order readyMini, das Kasse und Kartenterminal vereint. Bei Miet- und Vertragsmodellen ist das Gerät oft in der Monatsgebühr enthalten, zum Beispiel bei ZahlungsWERK ab 12,50 €/Monat oder bei Nexi SmartPay für 15 € netto im Monat, buchbar als Aktion bis zum 30.09.2026. Entscheidend sind aber nicht die Geräte-, sondern die laufenden Kosten aus Disagio, Grundgebühr und Transaktionsgebühren.

    Gibt es EC-Kartenlesegeräte ohne Gebühren?

    Komplett gebührenfrei ist kein Anbieter, irgendwo muss die Zahlungsabwicklung bezahlt werden. Was es aber gibt: Geräte ohne monatliche Grundgebühr, etwa von SumUp, PayPal Zettle, speedy pay (Tarif start) und ready2order. Dort zahlst du nur den einmaligen Gerätepreis plus ein prozentuales Disagio pro Zahlung. Für geringe Umsätze ist das die günstigste Struktur, ab etwa 2.000 € Kartenumsatz im Monat lohnt sich meist der Wechsel in ein Modell mit Grundgebühr und niedrigerem Prozentsatz.

    Brauche ich einen Vertrag mit Laufzeit?

    Nein. SumUp, PayPal Zettle, speedy pay und ready2order kommen ohne Laufzeitbindung aus. Bei den Miet- und Vertragsmodellen sieht es anders aus, auch dort, wo die Website es anders darstellt: ZahlungsWERK bindet laut AGB 48 Monate, der Nexi-Aktionstarif ebenfalls 48, die PAYONE All Card Flat 36 oder 60 (beim Classic-Tarif nennt PAYONE nur variable Laufzeiten), und bei Future Payments greifen 60 Monate, sofern im Vertrag keine eigene Laufzeit eingetragen ist. Diese Bindung ist der Preis für besonders niedrige Disagio-Sätze oder Flatrate-Konditionen. Sinnvoll ist so eine Bindung nur, wenn dein Kartenumsatz stabil und planbar ist. Im Zweifel startest du bindungsfrei und wechselst später mit echten Umsatzzahlen in einen Vertrag.

    Welches EC-Kartenlesegerät eignet sich für unterwegs?

    Für mobile Einsätze brauchst du ein Gerät mit Akku und eigener Datenverbindung. Die Kauf-Terminals von SumUp, PayPal Zettle und speedy pay (A920) sind von Haus aus mobil und darum bei Marktständen, Lieferdiensten und mobilen Dienstleistern verbreitet. Bei Vertragsanbietern gibt es mobile Varianten gegen Aufpreis: PAYONE vermietet im Classic-Tarif tragbare Terminals ab 15,90 € (mit SIM ab 18,90 €), bei der All Card Flat kostet das mobile Gerät 3 € (WLAN) bzw. 8 € (SIM) im Monat extra, bei Future Payments übernimmt das Move 5000 für 16,95 €/Monat den mobilen Part. Für gelegentliche Außeneinsätze reicht meist ein günstiges Kauf-Terminal als Zweitgerät.